Beamte bestätigen illegalen Bau des Narmada Staudamms.

Ein Vorsitzender der Regierungsbehörde, die für den Bau von Indiens umstrittenen Sarda Sarovar Narmada Staudamm verantwortlich ist, hat zugegeben, dass der Bau des 121.9 Meter hohen Staudammes zu Überflutungen von Häusern und Farmen geführt hat.

Das indigene Volk der Bhil ist ebenfalls davon betroffen.

Gesetzlich ist es verboten, dass die Regierung wegen eines Dammbaus Überflutungen von Häusern und Farmen erlaubt, ohne dass die Betroffenen ordnungsgemäß umgesiedelt werden. Doch viele der Familien, die wegen der Staudammerrichtung das Gebiet räumen mussten, haben nun weder Bleibe noch Land, auf dem sie leben könnten.

Shri Afroz Ahmad von der Narmada Kontrollbehörde räumte ebenfalls ein, dass der Plan, den Staudammes noch höher zu bauen nicht fortgeführt werden kann, weil viele Familien noch nicht umgesiedelt worden sind. Mehr als 500 Demonstranten, einschließlich Indigene, Bauern und Fischer, versammelten sich im November und verlangten, dass die Höhe des Staudammes auf 110 Meter reduziert werden solle.

Die Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, kämpfen mit Unterstützung der Organisation Narmada Bachao Andolan(NBA) seit 20 Jahren gegen den Bau des Narmada Staudammes. Jedes Jahr, wenn Dörfer während des Monsoon Regens überflutet werden, stehen Indigene, andere umgesiedelte Familien und ihre Unterstützer bis zum Hals im Wasser um gegen den Staudamm und das katastrophale Versagen der Regierung eine anständige Umsiedlung zu organisieren, zu demonstrieren. Sie behaupten lieber zu ertrinken als sich umsiedeln zu lassen.

Survival begrüßt das Eingeständnis, dass der Bau des Staudamms illegal war und verlangt, dass seine Höhe verringert wird und den Indigenen, die bereits ihre Heimat verloren haben eine andere bewohnbare Landfläche zugeteilt wird.

 

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter 030-72293108 oder per E-Mail an info@survival-international.de