Polizei verhaftet, foltert und tötet Indigene in Papua 17 Dezember 2007

Die Polizei in West Papua schüchtert ungestraft die indigene Bevölkerung der Provinz ein. Es kommt auch zu Folterungen und Mord: Zwei Papua Frauen wurden von der Polizei erschossen, eine andere verletzt, als diese am fünften Dezember in der Nähe der Freeport Mine protestierten. Die Mine ist im Besitz von Briten und Amerikanern.

Weniger als zwei Wochen vor den Erschießungen gab der UN Sonderberichterstatter für Folter an, er habe Beweise dafür gefunden, dass Papua in Gefangenschaft durch Stromschlag getötet, systematisch geschlagen und sogar aus nächster Nähe in die Beine geschossen werden. Polizisten sind meistens die Täter, berichtet er weiter.

Vermehrt kommt es zu Berichten über “mysteriöse” oder “durch Unfall verursachte” Todesfälle, sowie über Entführungen und tätliche Übergriffe auf junge Papua Frauen durch das Militär und Polizeikräfte.

Keiner der Regierungsvertreter, mit denen der Sonderberichterstatter in Indonesien zusammen kam, konnte auch nur einen Fall nennen, in dem ein Polizist von einem Gericht für schuldig befunden und für die Vergehen an einem Gefangenen verurteilt wurde, obwohl dieses Vorgehen weit verbreitet ist und dabei sehr systematisch vorgegangen wird.

Der Menschenrechtler und Anwalt Sabar Iwanggin, wurde der „Präsidentenbeleidigung“ in einer SMS, die er an einen Freund weiter leitete, beschuldigt. Die Kurznachricht war bereits unter tausenden von Papua weitergeleitet worden. Sabar Iwanggin arbeitet mit der anerkannten Menschenrechtsorganisation Elsham West Papua zusammen. Mitarbeiter von Elsham wurden wiederholt eingeschüchtert und erhielten Morddrohungen.

Survival sorgt sich um die Sicherheit Sabar Iwanggins, der auf seinen Prozess wartet. Auch die Sicherheit derjenigen, die sich für die Rechte der indigenen Gruppen in West Papua einsetzen, ist in Gefahr.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter 030-72293108 oder per E-Mail an info@survival-international.de

 

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