Unkontaktierte indigene Gruppen fliehen über Grenze 11 April 2008

Laut eines Experten für nicht kontaktierte indigene Völker fliehen zur Zeit indigene Gruppen aus Peru über die Grenze nach Brasilien, da illegale Mahagoni-Holzarbeiter in ihr Gebiet eindringen und sie töten.

Gemäß einer Aussage von José Carlos dos Reis Meirelles Júnior erkunden illegale Holzarbeiter die Quellgebiete der peruanischen Flüsse Yurua, Purus und Envira. Diese Gegend wird von mehreren nicht kontaktierten indigenen Gruppen bewohnt, die die eindringenden Holzarbeiter angreifen, um ihr Land zu verteidigen, dabei jedoch von ihnen systematisch getötet werden.

Die nicht kontaktierten Gruppen siedeln nach Brasilien um… Am Ende des letzten Jahres und zu Beginn dieses Jahres überquerten einige aggressive nicht kontaktierte Gruppen die Grenze und siedelten sich in brasilianischem Gebiet an.

Meirelles arbeitet für FUNAI, die Abteilung für Angelegenheiten Indigener Gruppen und ist Leiter des Postens für den Schutz Indigener Völker nahe der peruanischen Grenze. Er prophezeit, dass die Flucht der indigenen Gruppen nach Brasilien zu weiteren Gewaltausbrüchen führen wird. Dies betrifft nicht nur andere Holzarbeiter sondern auch andere nicht kontaktiere Gruppen, die auf der brasilianischen Seite der Grenze leben.

Was in dieser Gegend geschieht, ist ein gewaltiges Verbrechen an der Natur, den indigenen Gruppen, der Fauna und ist ein weiteres Zeugnis für die ganze Unvernünftigkeit mit der wir, die Zivilisierten, diese Welt behandeln, heißt es weiter in Meirelles Aussage.  

Meirelles wendet sich an Mahagoni-Liebhaber in Europa, Japan und Nordamerika, indem er die tragischen Folgen der Nachfrage für das kostbare Holz hervorhebt.

Sehr geehrter Herr Japaner: In deinem angenehmen Zuhause, das aus Holz gebaut wurde, leben die Geister nicht kontaktierter Völker, die starben, ohne zu wissen, warum, heißt es.

Meirelles kritisiert die brasilianische und peruanische Regierung heftig, da ihnen das Problem bekannt ist, sie jedoch keinen Finger rühren um eine Lösung zu finden. Alles, was man macht, sind leere Absichtserklärungen und Protokolle binationaler Treffen in klimatisierten Räumen.

Für mehr Informationen kontaktieren SIe bitte Laura Engel unter 030-72293108 oder per E-Mail an info@survival-international.de 

 

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