Yanomami wehren sich gegen die Regierung im Streit um Bergbaurechte

Yanomami und Yekuana Indianer aus zwei Gemeinschaften prangerten die Versuche der brasilianischen Regierung an, sie zu überreden, große Bergbauprojekte auf ihrem Land zu akzeptieren.

Yanomami und Yekuana aus den zwei Gemeinden Xirimifiki und Auaris haben sich beschwert, dass Regierungsbeamte sie im Februar uneingeladen besuchten, ihnen Geschenke brachten, und ihnen sagten, sie sollten den Regierungsplänen zur Erschließung ihres Landes für den Abbau zustimmen.

Als die Abgesandten in Xirimifiki ankamen, waren nur 25 Jugendliche und ein Anführer anwesend, um ihre Reden zu hören, da der Rest der Gemeinschaft beim Jagen und Fischen unterwegs war. In der Gegend leben über 2000 Yanomami.

Der Anführer der Geimeinschaft, Rezende SAnuma, der anwesend war, als die Beamten Auaris besuchten, sagte: ‚Die Gemeinschaft wusste nichts über den Besuch und ist nicht gefragt worden, ob sie die Beamten treffen und überhaupt über den Abbau diskutieren wollte.‘

Die Yanomami-Organisation Hutukara ließ verlauten: ‘[Die Beamten] haben die Sache für uns sehr schwierig gemacht, sie versuchten unsere Anführer zu überzeugen, die Anrechte auf den Bergbau zu verkaufen, indem sie Geschenke anboten. Sie haben nicht einmal aufgeschrieben, was wir sagten oder was die Anführer der Gemeinschaft sagten.‘

Lesen Sie Hutukaras Bericht (auf Portugiesisch) über den Besuch der Kongressabgeordneten.

Der brasilianische Kongress debattiert gerade über ein Gesetz, das, falls es verabschiedet wird, indigenes Land in ganz Brasilien für den großangelegten Abbau von Rohstoffen freigibt.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter 030-72293108 oder per E-Mail an info@survival-international.de