Französisches Unternehmen im Rechtsstreit über nicht kontaktierte indigene Gruppen 29 Mai 2008

Ein französisches Unternehmen befindet sich im Rechtsstreit mit Amazonasindianern über seine Pläne, in Teilen des Dschungels nach Öl zu bohren, in denen einige der letzten nicht kontaktierten indigenen Gruppen leben. Eine Anhörung soll am 30. Mai stattfinden.

Das Unternehmen Perenco arbeitet in einem entlegenen Teil des peruanischen Amazonas, wo mindestens zwei nicht kontaktierte indigene Völker leben. Es wird angenommen, dass es sich um den größten Ölfund in Peru in den letzten 30 Jahren handelt und der peruanische Präsident Alan Garcia hofft, dass dies einen Wandel für die peruanische Wirtschaft herbeiführen wird.

Der Fall wurde von der peruanischen Organisation der Amazonasindianer AIDESEP eingereicht. Sie fordert den Richter auf, Perenco und anderen Unternehmen das Arbeiten und den Kontakt mit den indigenen Gruppen in diesem Gebiet zu verbieten.

Perenco erwarb das Recht in Peru arbeiten zu dürfen nach einer Übernahme des US-Unternehmens Barrett Resources zu einem früheren Zeitpunkt dieses Jahres. Barrett hatte schon mit dem Plan, mit den indigenen Gruppen durch ein Megafon zu „kommunizieren“, wenn diese ihre Ölarbeiter angreifen, für heftige Kritik seitens peruanischer Indianer gesorgt.

Jegliche Art des Kontaktes mit den indigenen Gruppen könnte durch aufgrund fehlender Immunisierung gegen Krankheiten von Außerhalb katastrophale Auswirkungen haben. Es kommt häufig vor, dass nach dem ersten Kontakt mehr als die Hälfte einer indigenen Gruppe stirbt. Trotz dessen und obwohl  internationales Recht die indigenen Völker als rechtliche Besitzer ihres Landes anerkennt, setzt Perenco seine Arbeit dort fort.

Der Leiter von Survival Stephen Corry, sagte heute: „Perenco muss begreifen, welche  potenziellen fatalen Folgen sein Handeln für die nicht kontaktierten indigenen Gruppen haben kann. Perenco, stoppt die Arbeiten. Es ist das Land der Indianer, nicht Eures und Ihr brecht mit Eurer Arbeit dort internationales Recht.“

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter 030-72293108 oder per e-mail an info@survival-international.de

 

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