"Bahnbrechender Sieg“ für Seerechte der Aborigines

Der oberste Gerichtshof Australiens hat die Eigentumsrechte der Aborigines an einem großen Küstenstrich im Norden Australiens anerkannt.

Das Gericht entschied, dass die Aborigines der Blue Mud Bay im australischen Bundesstaat Northern Territory sowohl die Eigentümer des Meeresbodens als auch der Gewässer sind. Dies verleiht den Aborigines noch nie dagewesene Kontrolle über den kommerziellen und nicht kommerziellen Fischfang in diesem Gebiet.

„Es ist ein bahnbrechender Sieg für die ursprünglichen Eigentümer und wir haben seit über 30 Jahren darauf gewartet, dass unsere Seerechte vom Gericht anerkannt werden“, sagte der Vorsitzende des Northern Land Council der Aborigines, Wali Wunungmurra.

Die Entscheidung wird als Sieg für die Rechte der Aborigines in ganz Australien betrachtet und könnte zu weiteren Rechtsansprüchen in anderen Teilen des Landes führen.

„Ich denke, dass es moralisch richtig wäre wenn die Aborigines nun damit argumentieren würden, dass diese Rechte auf das ganze Land ausgeweitet werden sollten wenn sie den Aborigines des Northern Territory zustehen“, sagte Professor John Altman vom Centre for Aboriginal Policy Research.