Die Nukak, der letzte Jäger und Sammler Stamm in Kolumbien, sind laut dem Permanent People`s Tribunal (PTT), das sich auf Menschrechtsverletzungen überall auf der Welt spezialisiert hat, der „akuten Gefahr ausgesetzt, dass ihre Kultur und sie selbst ausgelöscht werden“.
Die Nukak wurden von der PTT zusammen mit 27 anderen indigenen Gruppen in Kolumbien, von denen viele weniger als 100 Mitglieder zählen, aufgelistet.
„Ihr Verschwinden vom Erdball würde im 21. Jahrhundert nicht nur eine Schande für den kolumbianischen Staat und für die Menschheit als Ganzes bedeuten, sondern auch einen Genozid und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch Handlungen beziehungsweise Versäumnisse des Staats darstellen“, sagte ein PTT Sprecher.
Das PTT machte einen „fundamentalen Mangel in der Anerkennung der Identität der indigenen Völker“ aus, was in der Verletzung aller ihrer Rechte resultiert. Letztendlich gipfelt dies in einer Beschränkung ihres Rechts, als selbstständige Menschen mit eigener Lebensweise, eigenen Bräuchen und eigener Tradition und Weltanschauung zu existieren.
Das PTT ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die 1979 gegründet wurde, um die Arbeit des Russell Tribunal weiterzuführen, dessen Ziel es ist, die Kriegsverbrechen in Vietnam und die Menschenrechtsverletzungen, die während der Diktaturen in Lateinamerika begangen wurden, zu untersuchen.
Werden Sie für die Nukak-Maku aktiv
Kampagnen zugunsten der Rechte der Nukak haben bereits Früchte getragen. So schuf Kolumbiens Regierung 1993 ein Reservat für die Nukak und vergrößerte es 1997, nachdem Survival und indigene Organisationen vor Ort verschiedene Kampagnen geführt hatten. Nun fordern die Nukak, dass die Grenzen ihres Reservats respektiert werden.
Bitte schreiben Sie der kolumbianischen Regierung. Bitten Sie sie, Verhandlungen beizutreten, um die Rückkehr der Nukak auf ihr Land sicher zu stellen.


