Präsident von Botswana: Buschmänner können nicht nach Hause zurück

Präsident Mogae von Botswana sagte diese Woche in Großbritannien gegenüber einem Demonstranten, dass die von ihrem Land im Zentral Kalahari Wildreservat vertriebenen Gana- und Gwi-Buschmänner nicht dorthin zurückkehren können. Er erklärte: „Das Zentral Kalahari Wildreservat ist für Tiere, nicht für Menschen."

Präsident Mogae traf vor dem University College, Oxford, wo anlässlich seines Staatsbesuchs ein Essen für ihn gegeben wurde, mit friedlichen Demonstranten zusammen. Auf die Frage eines Studenten, ob die Buschmänner in ihre Heimat im Wildreservat zurückkehren könnten, antwortete er: „Nein, nein, nein, das können sie nicht." Videoaufnahmen der Begegnung sind an Survival weitergegeben worden. Wenn Sie diesen Film ansehen möchten, klicken Sie bitte hier.

Diese Aussage Präsident Mogaes scheint dem Urteil im laufenden Verfahren um die Klage der Buschmänner, die zurückkehren wollen, vorzugreifen. Sie widerspricht außerdem zahlreichen Beteuerungen von Ministern, die Buschmänner könnten jederzeit in das Wildreservat zurückkehren und seien nicht gegen ihren Willen vertrieben worden.

Ein Vertreter der Studenten übergab Präsident Mogae einen Brief, in dem es heißt: „Die Vertreibung von Stammesvölkern von ihrem Land und ihre erzwungene Integration in eine ihnen fremde Gesellschaft ist unerträglich. (…) Denjenigen Buschmännern, die auf ihr Land zurückkehren wollen, sollte das zugestanden werden."

Mehr Informationen erhalten Sie von Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: info@survival-international.de

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