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HIV/AIDS Rate in Westpapua steigt rapide an 18 November 2008

Mann vom Stamm der Moni, Papua.
Mann vom Stamm der Moni, Papua.
© Survival

Ein jüngster Report des Al Jazeera Programms “101 East”
hat die verheerenden Auswirkungen der HIV/AIDS Krise unter den indigenen Gruppen Westpapuas in Indonesien aufgezeigt.

Westpapua hat außerhalb Afrikas die höchste HIV/AIDS Infektionsrate: Zum heutigen Zeitpunkt sind 3% der Gesamtbevölkerung des indonesischen Teils der zweitgrößten Insel der Welt infiziert. Experten befürchten, dass die Zahl bis 2025 auf 7% steigen wird. Drei von vier infizierten Personen sind Indigene.

Westpapua wurde 1963 in den Staat Indonesien eingegliedert. Die Bergbau- und Abholzungsindustrie hat den Indigenen Westpapuas Umweltzerstörung und soziale Katastrophen gebracht. Mit einher kam auch das Militär, welches einen Großteil der Unternehmen unterstützt. Die indonesischen Streitkräfte haben eine schlechte Reputation was Menschenrechtsverletzungen gegenüber den dort lebenden indigenen Völkern betrifft.

Die industrielle Entwicklung ist auch für die Verbreitung des tödlichen HIV Virus verantwortlich. Die meisten HIV/AIDS Fälle können in direkte Verbindung mit der Sexindustrie gebracht werden, die durch die Ansiedlung von Bergbau- und Abholzungsunternehmen entstanden ist.

2001 ergab eine Untersuchung, dass mehr als ein Viertel aller Prostituierten dort HIV positiv sind. Papuanische Männer, die im Bergbau oder bei Holzunternehmen Arbeit fanden, haben nun HIV/AIDS in ihre Heimatdörfer gebracht. Offiziellen Berichten zufolge belaufen sich die HIV/AIDS Fälle auf das 15fache des nationalen indonesischen Durchschnitts; Mitarbeiter vor Ort schätzen jedoch die reale Zahl auf das 50fache.

Jahrelang haben die Papuas unter der Gewalt und Brutalität des indonesischen Militärs gelitten. Infolge dessen, werfen viele Papuas der Regierung und dem Militär vor, infizierte Prostituierte in das Land gebracht zu haben und keinerlei angebrachte Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus unternommen zu haben.

Die Versuche der indonesischen Regierung, das Problem durch Bewusstsein schaffende Programme und Behandlungen gegen die Krankheit zu lösen, haben die Papuas nicht erreicht – die meisten Programme sind auf die Städte ausgerichtet, die von Einwanderern aus anderen Teilen Indonesiens dominiert sind. Diese kamen zumeist im Zuge des staatlichen Umsiedlungsprogrammes „Transmigrasi“ nach Papua. Viele befürchten, dass die Epidemie schlimmer ist als erwartet, da bisher wenige Menschen in den entlegenen Regionen getestet wurden oder nicht über Schutzmaßnahmen gegen das Virus informiert sind.

Wenn Sie mehr Informationen wünschen oder sich bei diesem oder anderen, durch die Auswirkungen von aufgezwungener „Entwicklung“ geschaffenen Problemen für Indigene auf der ganzen Welt engagieren wollen, schauen Sie sich die Survival Kampagne „Progress can kill“ an.

 

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