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Tragödie trifft andamanisches Volk 11 Dezember 2008

Ein Mann der Onge
Ein Mann der Onge
© Survival

Nachdem sie aus einem an Land gespülten Container getrunken hatten, sind 8 Mitglieder des Onge Volkes gestorben und 15 weitere ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das Volk der Onge lebt auf den Andamanen, einer Inselgruppe in Indien.

Vor dieser Tragödie zählte das Onge Volk nur etwa 100 Mitglieder. Die britische Besetzung der Inseln im 19. Jahrhundert hatte verheerende Auswirkungen auf die Onge. Im Jahre 1900 zählten sie noch circa 670 Mitglieder.

Sie stehen nun der Tatsache gegenüber, dass sie um die 10% ihrer Gesamtbevölkerung, auf einen Schlag verlieren. Vor diesem Schicksalsschlag war ihre Bevölkerungszahl für einige Dekaden gleich bleibend.

Es wird angenommen, dass die Onge dachten, der Plastikkanister beinhalte Alkohol. Obwohl die Onge jagen und fischen, sind einige von Zuteilungen der Verwaltungsstelle der Inseln abhängig geworden. Einige sind auch dem Alkohol verfallen.

Im Kontrast hierzu, sind die Jarawa und die Sentinelese, zwei isolierter lebende Völker, die auf den Inseln leben, immer noch autark.

Stephen Corry, der Direktor von Survival International, sagte heute: „Dies ist ein Unglück für die Onge. Wenn weitere Mitglieder sterben, würde dies das Überleben des gesamten Volkes bedrohen.“


Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Raphael Göpel telefonisch unter
+49 30 722 93 108 oder per E-Mail unter info@survival-international.de

 

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