Staudammarbeiter attackieren fischenden Stamm

Ein Mann der Enawene Nawe
Ein Mann der Enawene Nawe
© Fiona Watson/Survival

Arbeiter an einem hydroelektrischen Staudamm griffen letzte Woche eine Gruppe der Enawene Nawe an, die in der Nähe des Damm-Baugeländes fischte.

Enawene Nawe Sprecher Daliamase sagte, die Arbeiter zwangen die vier Indigene, zwei Erwachsene und zwei Kinder, sich auf den Boden zu legen. Dann bedrohten sie die Liegenden, schlugen sie mit Stöcken und steckten ihnen Waffen in den Mund.

Die Arbeiter ließen die Indianer erst viel später frei, als Polizisten der Qual ein Ende setzten. Die Enawene Nawe Kinder waren sichtlich eingeschüchtert.

Ein Vertreter der Baugesellschaft, die den Staudamm baut, bestritt, dass die Arbeiter aggressiv gehandelt hätten und behauptete die Indianer hätten versucht das Baugelände ohne Genehmigung zu betreten.

Am Fluss Jurena, der durch Enawene Nawe Land fließt, sollen mehr als 70 Staudämme gebaut werden. Die Staudämme werden das Wasser verschmutzen und die Fische daran hindern ihre Leichgebiete zu erreichen. Fische sind ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung der Enawene Nawe, da sie kein rotes Fleisch essen, und spielen auch eine entscheidende Rolle in ihren Stammesritualen.

Im Oktober besetzten die Enawene Nawe das gleiche Baugelände und legten es still, um so das Wasser und die Fische, auf die sie angewiesen sind, zu schützen.

Lesen SIe mehr über die Auswirkungen von Staudämmen (in Englisch).