![]() |
| Mutter und Kind vom Stamm der Guarani. © João Ripper/Survival |
Ein Kind der Guarani ist verhungert und mindestens vier weitere leiden an starker Unterernährung. Die Kinder leben in der Kurusu Mba Gemeinde im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul.
Gleide Barros war 18 Monate alt, als sie am 10. Dezember starb.
Um die 60 Guarani Familien des Stammes Kurusu Mba leben am Rande einer Autobahnstrecke. Sie sind vollkommen von der Hilfe des brasilianischen Staates abhängig, weil sie kein eigenes Land mehr besitzen.
1972 wurde sie von Viehzüchtern von ihrem Land vertrieben. Seitdem leben sie in einem staatlichen Reservat. Da sie es leid waren, auf die Rückgabe ihres Landes durch die Regierung zu warten, haben sie nunmehr drei eigene Versuche unternommen, sich ihr angestammtes Land, oder "Tekoha" zurückzuholen. Jeder Versuch wurde gewalttätig vereitelt – von den
Viehzüchtern und ihren Schergen. Zwei Guarani Führer wurden getötet und mehrere andere wurden verletzt.
In den letzten vier Jahren sind allein im Staate Moto Grosso do Sul 80 Guarani Kinder an Unterernährung gestorben. Der Guarani Elizeu Lopes: "Es ist sehr schlimm. Wir haben nichts." Der Verlust des Landes wird im Allgemeinen als Hauptursache der schlechten Ernährungslage angesehen, da sich die Familien deswegen nicht eigenständig ernähren können."
Die Guarani kämpfen mit einer hohen Selbstmordrate. Gewalt und Alkoholismus sind weit verbreitet.
Kurusu Mba ist nur einer von vielen Guarani "Tekohas", die von Viehzüchtern besetzt sind. Die FUNAI, das brasilianische Amt für die Angelegenheiten Indigener Völker, hat eine Gruppe von Spezialisten zusammengestellt. Diese soll das ehemalig den Guarani gehörende Land identifizieren und ihnen zurückerkennen. Aber die regionale Regierung und die Viehzüchterverbände haben eine großangelegte Kampagne gegen das Projekt gestartet.
In Zusammenarbeit mit dem Film "Birdwatchers", bei den Guarani-Kaiowá mitgewirkt haben, hat Survival International einen Fonds zur Unterstützung der Guarani eröffnet. Alle Spenden werden zur Verteidigung ihrer Rechte und ihrer Zukunft eingesetzt.
Lesen Sie Survivals Bericht über die Gesundheit indigener Völker.
Werden Sie für die Guarani aktiv
Ihre Unterstützung ist für das Überleben der Guarani von großer Bedeutung. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten der Hilfe:
- Spenden Sie für Survivals Guarani-Kampagne (und andere Kampagnen von Survival).
- Schreiben Sie an die brasilianische Regierung verwenden Sie die Online-Briefvorlage von Survival.
- Schreiben Sie Ihrem oder Ihrer Abgeordneten im Deutschen Bundestag, Nationalrats Abgeordneten in Österreich oder Nationalrats -Mitglied in der Schweiz.
- Schreiben Sie der brasilianischem Botschaft: Brasilianische Botschaft in Berlin, Wallstraße 57, 10179 Berlin
- Werden Sie für Survival in Ihrer Umgebung aktiv.




