Die Außenwelt bringt den Überlebenden des Jahrhunderttsunamis den Tod 23 Dezember 2008

Frau der Onge mit Kind.
Frau der Onge mit Kind.
© Survival

Der Kontakt mit der Außenwelt bringt den Tod zu den indigenen Völkern der Andamanen, die bekanntlich den Tsunami am 2. Weihnachtsfeiertag 2004 überlebten. Die Andamanen sind eine Inselgruppe Indiens.

Acht Mitglieder der Onge starben in diesem Monat, nachdem sie eine unbekannte Flüssigkeit aus einem Behälter getrunken hatten, der an den Strand ihres Inselreservats geschwemmt wurde.


Berichten zufolge retteten sich die Onge im Jahre 2004 selbst, indem sie auf erhöhtes Gelände flohen, als sie sahen, dass sich das Meer vor dem Tsunami zurückzog. Die acht Personen, die diesen Monat an Gift  starben, machten acht Prozent der Gesamtbevölkerung aus, die vor der Tragödie gerade einmal 100 betrug.

Im November wurde ein Mann der Jarawa in einer Auseinandersetzung mit Wilderern, die illegal im Jarawa Reservat fischten, getötet. Die Indigenen töten auch einen der Fischer.

Das Eindringen von Wilderern in ihr Land bedroht die Existenz der Jarawa, vermindert ihre Nahrungsquellen und birgt das Risiko weiterer Konflikte sowie eingeschleppter Krankheiten, gegen welche die Indigenen nicht immun sind. Die Jarawa zählen 320 Personen und haben seit 10 Jahren nur friedlichen Kontakt mit Menschen von außerhalb.

Ein Mann der Jarawa äußerte sich erstmals vor einer Kamera zu den Wilderern.

„Es ist bittere Ironie, dass diese Indigenen, die Schlagzeilen machten als sie den Tsunsami überlebten, aufgrund des Kontaktes mit Außenstehenden sterben. Sie leben seit 60.000 Jahre auf den Andamanen, aber wenn ihr Land nicht geschützt wird, werden sie ausgelöscht werden,“ so Survivals Direktor Stephen Corry heute.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Raphael Göpel telefonisch unter +49 30 722 93 108 oder per E-Mail unter info@survival-international.de

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