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| Chakmas, Bangladesch © Mark McEvoy/Survival |
Der Oberste Gerichtshof von Bangladesch ordnete am Mittwoch die Freilassung gegen Kaution von Ranglai Mro, dem Anführer des abgeschiedenen lebenden Mru-Volkes aus den Chittagong Hill Tracts an, nachdem dieser bereits fast zwei Jahre im Gefängnis gesessen hatte.
Ranglai Mro wurde im Februar 2007 festgenommen und wegen Waffenbesitz zu 17 Jahren Haft verurteilt. Man glaubt, dass die Beschuldigungen erfunden wurden als Vergeltungsmaßnahme für Ranglais Protest gegen die Vertreibung seines Volkes von seinem Land, um Platz für ein Ausbildungszentrum der Armee zu schaffen.
Ranglai wurde während seiner Haft von Armeeoffizieren gefoltert. Er wurde ins Krankenhaus eingewiesen, indem Ärzte feststellten, dass er einen Herzinfarkt erlitten hatte. Dann wurde er ohne richtige ärztliche Behandlung wieder zurück ins Gefängnis geschickt. Fast zwei Jahre nach seiner Festnahme wurde Ranglai am 1. Januar diesen Jahres endlich in eine Kardiologische Klinik in Dhaka eingewiesen als sein Zustand kritisch wurde. Er wurde dort jedoch in Ketten gehalten, was in Bangladesh für einen Aufschrei sorgte. Ärzte sagten, die Ketten würden ihre Möglichkeiten ihn zu behandeln behindern.
Seine Fußeisen wurden erst abgenommen nachdem eine nationale Zeitung über ihre Anwendung berichtet hatte und sich Bangladeschs Menschenrechtskommission einschaltete.
Viele bangladeschische und internationale Organisationen, unter ihnen auch Survival, haben die Verhaftung und Folter Ranglai Mros kritisiert.
Die Mru sind einer von elf Jumma Völkern der Hill Tracts. Bangladeschs neue Regierung, die in den landesweiten Wahlen am 29. Dezember einen erdrutschartigen Sieg davontrug, versprach den Friedensvertrag mit den Jumma-Völkern von 1997 zu akzeptieren.



