Kurt Jackson spendet an Survival 12 Januar 2009

"Kurt Jackson"
"Kurt Jackson"
© Survival

Der bekannte britische Künstler Kurt Jackson (Maler) spendet die Einnahmen aus seinen Verkäufen von sechs Kunstwerken aus seiner neuen Ausstellung “Forest Gardens” (Waldgärten) an Survival International.

Kurt Jacksons Bindung an die Natur ist sowohl praktisch, als auch ideologisch sowie künstlerisch. Da er sein gesamtes Leben nach seiner Kindheit in Cornwall verbrachte, ist er dieser Gegend, ihren Bewohnern, ihrem Kulturerbe und ihrem Landstrich tief verbunden. Er lebt mit seiner Familie auf einem Bauernhof in der äußersten Ecke von St. Just, wo sie ihr eigenes Gemüse züchten und ihre eigene Energie produzieren.

Jackson erstellt seine Gemälde fast immer in der freien Natur. Ihn reizt es, auf großen Leinwänden an der frischen Luft zu arbeiten, oftmals unter extremen Wetterbedingungen. Seine Werke sind deswegen so brillant, weil die Natur selbst ihn inspiriert.

Ähnlich wie Anselm Kiefer nimmt er Elemente aus seiner Umgebung auf seine Leinwand auf. Daher mischen sich Sand und Teile von Fischernetzen und Öljacken in seine ansonsten eher konventionellen Öl- und Acrylfarben, Tinte, Schellack und Putz in seine zauberhaft die Sinne ansprechenden Oberflächen.

Dennoch huscht Kurt nicht von Motiv zu Motiv, wie es ihm gerade in den Sinn kommt. Vielleicht ist sein naturwissenschaftlicher Hintergrund (Studium der Zoologie) dafür verantwortlich, dass er grundsätzlich in “Projekten” arbeitet. Manchmal drehen sich die Projekte um Themen wie eine Reise, eine Jahreszeit, ein Garten oder ein spezifisches wie Leuchttürme in Cornwall, die Gegenstand seiner neuesten, genialen Ausstellung im Messum´s sind.

Das Motto seiner Ausstellung in diesem Jahr ist der Waldgarten oder "Forest Garden", ein von Menschen geschaffener Lebensraum, der dennoch Platz für die Natur und unseren üblicherweise unterdrückten, fast vergessenen Jagen und Sammeln Trieb lässt. Kurt fühlt sich zu Hause in den Waldländern, zufrieden und fasziniert von der Koexistenz verschiedener Lebensformen – ein Netz von miteinander verflochtener Flora und Fauna – aber wir scheinen nicht mehr ein Teil dieser zu sein – erntend oder sammelnd. Möge der Waldgarten diese Lücke schließen, ein hölzerner Lebensraum, der uns ernährt, was könnte einen glücklicher machen?

“Sich unter den Bäumen zu verstecken, die manchmal Generationen zuvor angepflanzt wurden und dann das Leben um sich herum aufzunehmen, oben und unten, mit dem wechselnden Licht im Blätterwerk. Die Schatten bewegen sich, ab und zu Vogelgezwitscher, Früchte fallen vom Baum, Insekten eilen herbei, die Brise trägt Düfte herüber – es gibt so viel zu malen und die Bauern sind nur kurz anwesend.”

“Ein menschengemachter Lebensraum, der dennoch Platz für die Natur zu haben scheint, eine Schnittstelle zwischen uns und dem Leben auf anderen Planeten und zwischen Tieren und den Traditionen und der Kultur der Menschen. Kornische Apfelplantagen, französische Olivenhaine, Walnussbäume, spanische Mandeln und französische Korkeichen.”

Durch den Waldgarten werden wir weltweit mit altehrwürdigeren, bescheideneren und anstrengenderen Lebensweisen konfrontiert. Wie Robin Hanbury-Tenison, der Präsident von Survival International, sich ausdrückte: “Wenn man vor einer von Jacksons Landschaften steht, kann man den Wind auf der Haut spüren, sehen, wie sich das Gras sanft wiegt und die salzige Gischt schmecken.” Diese Qualität verbindet Jackson fest mit seinem jahrelangen Interesse an Urvölkern, weil jene Menschen sehr eng mit dem Land ihrer Vorfahren verbunden sind. Wenn man sie von ihrem Land vertreibt, macht man sie kaputt, oftmals sowohl physisch als auch psychisch.

“Kurt und seine Frau Caroline sind schon seit Jahren überzeugte Befürworter von Survival International und sind ausgiebig gereist, um das Leben bei Urvölkern am eigenen Leibe zu erfahren. Wir sind stolz darauf, dass Kurt und Caroline uns in diesem 40. Jubiläumsjahr helfen."

 

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