Minister befindet sich im Irrtum über unkontaktierte indigene Völker 14 Januar 2009

"Yora Frau, Peru."
"Yora Frau, Peru."
© Shinai

Auf der Website des peruanischen Radiosenders RPP wurde der Minister mit der Äußerung zitiert, dass es Mineralölunternehmen untersagt sei, die Reservate von unkontaktierten indigenen Völkern zu betreten. Dies ist allerdings nicht richtig. Das brasilianische Mineralölunternehmen Petrobras hat einen Vertrag unterschrieben, der ihm erlaubt im Murunahua Reservat tätig zu sein und ein von Pluspetrol geleitetes Konsortium arbeitet an dem umstrittenen Camisea Projekt im Kugapakori-Nahua Reservat.  

„In den Fällen, in denen die Existenz von unkontaktierten indigenen Völkern nachgewiesen werden konnte, hat der Staat Reservate mit einer Gesamtfläche von fünf Millionen Hektar geschaffen, die die Mineralölunternehmen nicht betreten dürfen.”

Bracks reagierte mit seinen Äußerungen auf die Nachricht, dass das englisch-französische Unternehmen Perenco plant, mehr als tausend Arbeiter in das von unkontaktierten indigenen Völkern bewohnte nördliche Amazonasgebiet zu schicken. Brack, der Berichten zufolge an der Existenz der Völker in dieser Region zweifelt, scheint nicht zu wissen, dass das nationale Institut für indigene Völker (INDEPA) bereits deren Existenz bestätigt hat.

Der Umweltminister scheint ebenfalls im Unklaren darüber zu sein, dass das peruanische Gesetz ausdrücklich den Abbau von Mineralöl in den Reservaten von unkontaktierten indigenen Völkern gestattet.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Herr Brack irrt sich nicht nur völlig, was die Unternehmen, die in diesen Reservaten der unkontaktierten indigenen Völker arbeiten, sondern auch was den mangelnden Nachweis ihrer Existenz betrifft. Er irrt sich sogar bei der Anzahl von Hektar, es sind nur etwa drei Millionen Hektar, nicht fünf.”

 

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