Probleme für Ölunternehmen am Amazonas 16 Januar 2009

"Yora Frau, Peru."
"Yora Frau, Peru."
© Shinai

Eine englisch-französische Ölgesellschaft hat im abgelegenen Urwald des Amazonasgebietes wegen eines OPEC-Beschlusses und Sorgen um unkontaktierte indigener Völker in einer Region, in der das Unternehmen tätig ist, Probleme bekommen.


Nur einige Tage nachdem das Unternehmen, Perenco, seine Pläne bekannt gab, in das Land unkontaktierter indigener Völker einzudringen, ließ das benachbarte Ecuador die Aktivitäten des Unternehmens einstellen und befolgte dabei den von der OPEC angeordneten Förderstopp.


Perencos Arbeit in Peru stellt die wahrscheinlich größte Entdeckung von Ölvorkommen in Peru seit 30 Jahren dar. Sie hat aber auch scharfe Kritik provoziert, sowie einen Appell lokaler indigener Organisationen an die oberste lateinamerikanische Menschenrechtsinstanz, da Perenco die Rechte und das Leben der unkontaktierten Gruppen, die dort leben, verletzt und gefährdet.
Perenco behauptet, die unkontaktieren Indigenen existierten nicht und plant dieses Jahr, 350 Millionen Dollar, mehr als irgendein anderes Unternehmen in Peru, zu investieren.


Perencos Arbeit in Ecuador ruht zurzeit, da die OPEC mit Einschnitten in der Förderung versucht, den Preis für Rohöl auf dem internationalen Markt zu stabilisieren. Berichten zufolge haben die Aktivitäten des Unternehmens im Land tausende Demonstranten auf die Straße gebracht – dies führte zu Blockaden von Perenco-Anlagen sowie gewaltsamen Zusammenstößen, bei denen auch Gummigeschosse und Tränengas eingesetzt wurden. Dabei wurden mindestens zwei Menschen verletzt.


Survivals Direktor Stephen Cory sagte heute: „Die OPEC und unkontaktierten Indigenen sind ein unwahrscheinliches Paar, aber wer oder was auch immer die Ursache sein mag, dies sind schwierige Zeiten für Perenco. Ihre Arbeit ist in Ecuador bereits ausgesetzt, und es gibt die Forderung, ihre Arbeit auch in Peru einzustellen. Das Unternehmen muss erkennen, dass es töricht ist, hunderte von Arbeitern in das Land isolierter Indianer in Peru zu schicken.“

 

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