Indigene Delegation reist den Amazonas herab zum Weltsozialforum 23 Januar 2009

"Yanomami Junge, Brasilien."
"Yanomami Junge, Brasilien."
© Victor Englebert/Survival

Eine Delegation von hundert indigenen Anführern und Repräsentanten indigener Organisationen reist derzeit den Amazonas per Schiff herab zum Weltsozialforum.
Das internationale Forum wird in der amazonischen Stadt Belém, Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Pará, vom 27. Januar bis zum 1. Februar stattfinden.

Die Delegation hat den Hafen von Manaus am 20. Januar verlassen und wird sechs Tage auf dem längsten Fluss der Welt unterwegs sein. Während der Schiffsreise diskutieren die Delegierten die Kampagne „Indigene Völker in Amazonien: Gegenwart und Zukunft der Menschheit“, die auf dem Weltsozialforum an den Start gehen wird.Auf dem Weg nach Belém sind zwei Demonstrationen geplant, in den Städten Parintins und Santarém.

Nach Angaben der indigenen Kommission des Weltsozialforums wird die Teilnahme indigener Vertreter die höchste in der Geschichte der Veranstaltung sein, die seit 2001 jährlich stattfindet. 1.500 Vertreter brasilianischer indigener Völker  sowie über 500 anderer Völker aus der ganzen Welt sind bereits in Belém eingetroffen. Die Delegierten reisen aus ganz Brasilien an, darunter 50 Guaraní, die per Bus die weite Reise aus dem Bundesstaat Mato Grosso do Sul angetreten haben.

Der Koordinator von COIAB, des Netzwerks indigener Organisationen des brasilianischen Amazoniens, sagte, die Delegation werde das Weltsozialforum dazu nutzen, „eine von Respekt getragene Haltung zu ihren Territorien zu fordern, sowie das Recht auf Wohlergehen und Selbstbestimmung und einen multinationalen Staat.“

 

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