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Sicherheitskräfte greifen Demonstranten in West-Papua an 6 Februar 2009

Yali Junge mit Samen, Papua
Yali Junge mit Samen, Papua
© William Milliken/Survival

Indonesische Sicherheitskräfte haben in der vergangenen Woche eine Gruppe von 100 Stammesangehörigen angegriffen, die friedlich gegen die Verschiebung der Kommunalwahl in Nabire, West-Papua, protestierten.

Als die Polizei begann, über die Menge herzufallen,  riefen die Demonstranten nach Yones Douw, einem angesehenen Menschenrechts-Aktivisten, um die Gewaltanwendung zu dokumentieren.

Als Douw eintraf, wurde er ebenfalls von der Polizei attackiert – nach Aussagen von Zeugen wurde er getreten, seitlich auf den Kopf sowie mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Danach wurde der Menschenrechtler zusammen mit sieben Demonstranten festgenommen.

Die Polizei schlug weitere Demonstrationsteilnehmer und feuerte Gummigeschosse in die Menge. Fünf Personen wurden schwer verletzt, viele weitere trugen weniger gravierende Wunden durch die Geschosse davon.

Augenzeugen zufolge nahmen verschiedene Sicherheitskräfte an dem Angriff teil, darunter Indonesiens berüchtigte paramilitärische Polizei Brimob (mobile Brigade). Dazu kamen reguläre Soldaten und der indonesische Geheimdienst. Der Vorfall gibt jenen Recht, die befürchten, dass Repression und Gewalt gegen die Papuas zunehmen.

Survival schließt sich den lokalen und internationalen Organisationen an, die eine Untersuchung der exzessiven Gewaltanwendung gegen friedliche Demonstranten verlangen. Hierzu zählt auch, dass die Verantwortlichen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden.

 

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