Indigene dringen in die Pressestelle des Weltsozialforums ein 12 Februar 2009

Tumá and Tupá Matis in Brasiliens Javari Tal.
Tumá and Tupá Matis in Brasiliens Javari Tal.
© © Fiona Watson/Survival

Indigene aus dem Javari Tal, eines der größten indigenen Gebiete Brasiliens, sind in die Pressestelle des Weltsozialforums in Brasilien Ende Januar eingedrungen.

Sie protestierten gegen die entsetzliche Gesundheitssituation im Javari Tal und gegen die brasilianischen Behörden, welche die zunehmende Krise nicht lösen würden.

Das Javari Tal ist die Heimat der Matis. Der BBC Moderator Bruce Parry besuchte sie in seinen derzeitigen Fernsehserien „Tribe“ and „Amazon“.

Die Indigenen gaben Vittorio Agnoletto, einem Mitglied des Europäischen Parlaments und Teilnehmer beim Weltsozialforum, Dokumente. Agnoletto will für sie im Europäischen Parlament und in der brasilianischen Regierung Lobbyarbeit leisten.

Das Javari Tal, im Bundesstaat Amazonas, ist von einer  Hepatitis- und Malaria-Epidemie betroffen. Mehr als 80% sind mit Hepatitis infiziert. Der indigene Anführer, Edilson Kanamari, ist das bisher letzte Opfer und verstarb am 26. Januar an Hepatitis D.

Waki Mayoruna, ein Indigener aus dem Javari Tal, kritisierte das „Indian Affairs Department“ (FUNAI)  der brasilianischen Regierung und die nationale Gesundheitsstiftung (FUNASA) für das Fehlen von Lösungsansätzen.

Der Anführer Marubo sagte, „Wir wollen eure Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, das wir sterben und das, wenn niemand Maßnahmen ergreift, diese Menschen in 20 oder 30 Jahren ausgestorben sein werden."

Das Javari Tal ist ein großes indigenes Gebiet in der Nähe der peruanischen Grenze. Es ist die Heimat der Korubo, Marubo, Matis, Mayouruna, Kanamari und Kulina sowie mehrere Gruppen von unkontaktierten Indigenen.

 

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