SOS Rufe nachdem zehn weitere Indigene ''hinterhältig massakriert“ wurden 12 Februar 2009

Die Nukak sind eines von 28 indigenen Völkern Kolumbiens.
Die Nukak sind eines von 28 indigenen Völkern Kolumbiens.
© Gustavo Pollitis/Survival

Zehn kolumbianische Indigene sind getötet worden, als sie versuchten, dem brutalen Konflikt zu entkommen, der sich um ihre Heimat und Familien ausbreitet.

Die Indianer vom Stamm der Awa sind von einer nicht identifizierten bewaffneten Gruppe angegriffen worden. Die Namen der getöteten Awa sind ebenfalls noch nicht bekannt.

Kolumbiens nationale Organisation indigener Völker (ONIC) nannte die Morde „ein hinterhältiges Massaker“ und sandte ein dringendes SOS an Kolumbien und die internationalen Medien aus.

Nur einige Tage vor diesen neuesten Morden war berichtet worden, dass mindestens acht Awa vor kurzem getötet worden sind. Laut Awa Anführern hat es am 4. Februar auf dem Land der Awa heftige Kämpfe zwischen der kolumbianischen Armee und den Guerilla-Gruppen FARC und ELN gegeben.

Nach den Kämpfen sind acht Awa zu einer entlegenen Stelle gebracht und dort mit Schusswaffen und Messern getötet worden. ONIC macht die FARC für diese Morde verantwortlich.

Die Awa haben, wie viele von Kolumbiens indigenen Völkern, in den letzten Jahren unter den gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der kolumbianischen Armee, Guerillas und paramilitärischen Gruppen gelitten. Diese drangen immer wieder in ihr Land ein und zerstörten es. Von den mehr als hundert indigenen Gruppen in Kolumbien sind 28 „der akuten Gefahr ausgesetzt, physisch und kulturell  ausgelöscht zu werden.“ Zu ihnen gehören auch die Nukak, die Jäger und Sammler sind.

Die Awa sind nicht mit dem entlegenen lebenden Awa des brasilianischen Amazonas verwandt.

 

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