Commonwealth Tag: ‘Völliges’ und ‘peinliches’ Versagen für die Rechte indigener Völker

"Ein Aborigine Junge wird nach traditioneller Art im Gesicht bemalt. Tanz Festival, Nord Queensland, Australien"
"Ein Aborigine Junge wird nach traditioneller Art im Gesicht bemalt. Tanz Festival, Nord Queensland, Australien"
© John Miles/Survival

Nur vier Mitgliedstaaten der UN stimmten 2007 gegen die Erklärung zu indigenen Rechten: Australien, Kanada, Neuseeland und die USA. Drei von ihnen sind Mitglieder im Commonwealth.

Von den 53 Staaten, die heute den Commonwealth bilden, haben nur zwei der kleinsten (Dominica und Fiji) das Völkerrecht von 1989 zur Anerkennung der Rechte indigener Völker ratifiziert.

Großbritannien lehnt die Anerkennung dieses Rechts unter der Begründung ab, dass es in Großbritannien keine indigenen Völker gebe. Dies hat jedoch Staaten wie die Niederlande nicht von der Unterzeichnung abgehalten. 158 Parlamentsabgeordnete haben das Argument der britischen Regierung abgelehnt und die Regierung zur Unterzeichnung aufgefordert. Ohne Erfolg.

Stephen Corry sagte heute: “Der Aufbau des Commonwealth fußt zum Teil auf der Enteignung von indigenen Völkern. Es ist Zeit für das Commonwealth, mit dem Rest der Welt aufzuholen, wo die Rechte indigener Völker endlich anerkannt werden. Für eine Staatengemeinschaft, die von sich behauptet, Menschenrechte an die Spitze der Tagesordnung zu setzen, bedeutet dies ein völliges und peinliches Versagen.“