Ecuador friert Öl-Erträge von Perus "Wirtschaftshoffnung" ein 9 März 2009

"Gekreuzte Speere, die von unkontaktierten Indigenen hinterlassen wurden - im Gebiet, wo Perenco arbeitet "
"Gekreuzte Speere, die von unkontaktierten Indigenen hinterlassen wurden - im Gebiet, wo Perenco arbeitet "
© Marek Wolodzko/AIDESEP

Dem französischen Unternehmen Perenco, das Perus Wirtschaft transformieren soll, werden die gesamten Öl-Einkünfte im benachbarten Ecuador eingefroren.

Dies teilte PetroEcuador mit, nachdem Perenco die Terminfrist versäumt hatte, Verbindlichkeiten von über 350 Millionen US-Dollar an die Regierung von Ecuador zu begleichen. Berichten zufolge wird PetroEcuador die Einkünfte von 720.000 Barrel Öl einfrieren.

Ironischerweise folgt Ecuadors Entschluss jüngsten Aussagen hochrangiger Regierungsvertreter Perus, denen zufolge Perenco die Wirtschaft Perus völlig erneuern wird. Perenco hofft auf die Erschließung des vermutlich größten Ölfundes der letzten 30 Jahre in Peru – eine Entdeckung, die Präsident Garcia mit einem Besuch vor Ort begrüßte. Seitdem brachte der ehemalige Minister für Energie seine Hoffnung zum Ausdruck, Perencos Fund könne Peru von einem Ölimporteur zu einem Ölexporteur verwandeln. Der Präsident des ‚Komitees für Kohlenwasserstoff’ von Perus Gewerkschaft für Bergbau, Öl und Energie sagte kürzlich, er hoffe, Perenco könne Peru helfen sein Milliarden-Defizit an Öl und Gas zu überwinden.

Allerdings ist die Region, in der Perenco arbeitet, von mindestens zwei unkontaktierten indigenen Gruppen besiedelt. Perus Nationale Organisation für indigene Völker, AIDESEP, schlug die Neueinrichtung eines Reservats für diese vor, jedoch wurde bisher noch kein Reservat eingerichtet. Survival drängt Perenco, jegliche Arbeiten in der Region umgehend einzustellen.

Die Identität der Gruppen ist nicht ganz geklärt. Eine indigene Gruppe ist als Taromenane bekannt, wahrscheinlich eine Untergruppe der bekannteren Woarani. Das zweite Volk ist als Pananujuri bekannt.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Ölarbeiten in Gebieten von unkontaktierten indigenen Gruppen führen zu deren Vernichtung. Sie verstoßen gegen die Deklaration der Vereinten Nationen und gegen das Völkerrecht. Völker dürfen nicht länger vernichtet werden, ganz gleich ob dies dem Wohle der Mehrheit diene oder nicht.“

 - ENDE

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Raphael Göpel telefonisch unter +49 30 722 93 108 oder per E-Mail unter info@survival-international.de

 

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