Streit um die Wahl eines indigenen Ministers 11 März 2009

"Frau vom Stamm der Ayoreo-Totobiegosode."
"Frau vom Stamm der Ayoreo-Totobiegosode."
© Luke Holland/Survival

Ein Minister der paraguayanischen Regierung hat die Wahl eines Indigenen zum Minister für Indigene Angelegenheiten widerrufen.

Zuvor hatte die Regierung Paraguays angekündigt, dass die indigene Bevölkerung ihren Minister selbst wählen könne. 

Gewonnen hatte die Wahl ein Nivakle namens Erasmos Pintos. Horacio Galeano Perrone, Minister für Bildung und Kultur reagierte sofort auf die Wahl Pintos’. Er könne nicht zum Minister ernannt werden, so Perrone, da die Wahl gefälscht gewesen sei.

„Ich wurde mit 1.800 Stimmen gewählt. Die anderen Kandidaten haben meinen Sieg schon anerkannt“ hatte Pintos entgegnet. Er betonte, dass die Wahl fair gewesen sei and kündigte an, dem paraguayanischen Präsidenten persönlich die Position der indigenen Bevölkerung darlegen zu wollen.

Die scheidende Ministerin für Indigene Angelegenheiten Margarita Mbywangi war die erste Indigene, die jemals diesen Posten innehatte. Sie wurde Ende letzten Jahres aus dem Amt gedrängt. 

 

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