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„Ausnahmezustand“ ausgerufen auf Grund eines brasilianischen Mineralölunternehmens 24 März 2009

Gekreuzte Speere, die von unkontaktierten Indigenen hinterlassen wurden - im Gebiet, wo Perenco arbeitet
Gekreuzte Speere, die von unkontaktierten Indigenen hinterlassen wurden - im Gebiet, wo Perenco arbeitet
© Marek Wolodzko/AIDESEP

Nachdem das brasilianische Mineralölunternehmen Petrobras angekündigt hat, in dem Lebensraum einiger indigener Völker nach Erdöl suchen zu wollen, haben über hundert indigene Gemeinschaften im nördlichen Peru bekannt gegeben, dass sich ihr Gebiet in einem permanenten Ausnahmezustand befindet.

Vertreter der indigenen Gemeinschaften sagten, dass das brasilianische Mineralölunternehmen nicht auf ihrem Land geduldet werden würde. Petrobras hofft auf ein Treffen mit einigen Vertretern der indigenen Völker am 25. März.

„In der Vergangenheit haben wir mit Mineralölunternehmen und solchen Treffen schlechte Erfahrungen gemacht. In diesen Treffen geht es nicht darum, eine Einigung zu erzielen, sondern sie stellen eine reine Formalität dar, damit Projekte genehmigt werden. Sobald wir an den Treffen teilgenommen haben, wurde unsere Teilnahme als Zustimmung für die Anträge gewertet, auch wenn wir nur zugehört haben. Wir sind nicht mehr so naiv, sondern haben dazugelernt“, sagt der Leiter einer der lokalen indigenen Organisationen.

Zu dem Gebiet, in dem Petrobras tätig sein möchte, gehören Teile des Regenwaldes, die unkontaktierte indigene Völker beheimaten. Erst letzte Woche hat Petrobras bekannt gegeben, dass dieses Projekt eine Kooperation mit dem kolumbianischen Mineralölunternehmen Ecopetrol sein wird.

Sehen Sie Survivals Kurzfilm über unkontaktierte indigene Völker (auf Englisch).

 

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