Zunehmender Erdölrausch 27 März 2009

Die Hälfte aller Nahua starb als Folge der Ölsuche.
Die Hälfte aller Nahua starb als Folge der Ölsuche.
© Survival International

Perus staatliches Erdölunternehmen Perupetro gab bekannt, dass bis zu zwölf neue „Parzellen“ zur Suche von Erdöl und Erdgas versteigert werden.

Dies verkündete Perupetros Vorsitzender Daniel Saba, der bereits in der Vergangenheit Unternehmen seine Zustimmung gab Reservate unkontaktierter Indigener zu erforschen. Survival schrieb an Saba mit der dringenden Bitte die Gebiete unkontaktierter Indigener im Verkauf neuer Flächen auszuschließen.
 
Fast 75% des peruanischen Amazonas wurden bereits zur Erforschung freigegeben, mehr als in jedem anderen Staat des Amazonasgebiets. Teile dieses Gebietes, in dem Unternehmen wie Perenco, Repsol-YPF, Petrolifera, Pluspetrol und Petrobras arbeiten, sind von isolierten indigenen Gruppen bewohnt.

In der Vergangenheit bezeichnete Daniel Saba die Existenz von unkontaktierten Völkern als absurd. Kurz darauf verkündete er, dass Perupetro versuchen würde die Indigenen zu finden, um sie zu „konsultieren“. Dies wurde von AIDESEP, Perus nationaler Organisation für indigene Völker, heftigst verurteilt.
 
Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Wir bitten Herrn Saba und Perupetro dringend das Land unkontaktierter Völker nicht mit in die neuen Parzellen einzubeziehen. Es würde gegen das Völkerrecht und gegen die Deklaration der Vereinten Nationen für die Rechte indigener Völker verstoßen. Für die dort lebenden Indigenen könnte es katastrophale Folgen haben.  

- ENDE -

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Raphael Göpel telefonisch unter +49 30 722 93 108 oder per E-Mail unter info@survival-international.de

Sehen Sie Survivals Kurzfilm "Unkontaktierte indigene Völker" (auf Englisch)

 

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