Indigene Organisation übt scharfe Kritik an Regierungstreffen zu unkontaktierten indigenen Gruppen 7 April 2009

Yaminahua Mädchen, Yurua River, Peru.
Yaminahua Mädchen, Yurua River, Peru.
© David Hill/Survival

Perus nationale indigene Organisation AIDESEP hat ein Regierungstreffen zur Errichtung neuer Reservate für unkontaktierte indigene Gruppen scharf kritisiert.

Obwohl er eine Einladung erhalten hatte, wurde AIDESEPs Präsident, Alberto Pizango Chota, von dem Treffen ausgeschlossen. „Ich bekam einen Brief und dachte, ich würde teilnehmen. Wir sind diejenigen, die sich mit den Rechten indigener Völker auskennen“, sagte Pizango Chota.

Ein Ergebnis des Treffens war die Ernennung einer „fachgebietsübergreifenden Kommission“ zu unkontaktierten indigenen Gruppen, in der lediglich ein indigener Vertreter sitzen darf. AIDESEP bezeichnete diese Entscheidung als „blanken Hohn“.

Ein weiteres Ergebnis des Treffens war die „Zustimmung zum Antrag zur Schaffung neuer Reservate für unkontaktierte indigene Gruppen“, ohne jedoch konkrete Maßnahmen zur Schaffung derselben festzusetzen. AIDESEP nannte dies einen „schmutzigen Trick“. Die Anträge auf Einrichtung der Reservate wurden der Regierung bereits vor Jahren vorgetragen.

Das Treffen wurde von der peruanischen Behörde für Indianerangelegenheiten, INDEPA koordiniert und fand letzte Woche in Iquitos, einer Stadt im Norden Perus statt. Insgesamt würden die fünf neuen Reservate mehr als 40.000 km² umfassen.

 

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