Regierung wird zur Veröffentlichung von Untersuchungsergebnissen zu den Missbrauchsfällen der Penan Frauen gedrängt 22 April 2009

Ein Junge der Penan, Sarawak
Ein Junge der Penan, Sarawak
© Andy Rain/Nick Rain/Survival

Mehrere Vereinigungen von Frauen und Indigenen haben die malaysische Regierung nun dazu aufgefordert endlich die Untersuchungsergebnisse zu den Fällen zu veröffentlichen, in denen es um den sexuellen Missbrauch von Penan Frauen durch die auf ihrem Land arbeitenden Holzarbeitern geht.

Im September 2008 wurden durch den Bruno-Manser-Fonds (Umwelt- und Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Basel) Anschuldigungen an die Öffentlichkeit getragen, dass Holzarbeiter der beiden Firmen Samling und Interhill Penan-Frauen vergewaltigt und sexuell belästigt haben sollen, unter anderem auch junge Schulmädchen.

Der Vorsitzende der KPWKM (Ministerium für Frauen, Familie und Gemeindeentwicklung in Malaysia) betraute daraufhin im Oktober 2008 eine Sonderkommission mit den näheren Untersuchungen.

„Solange die Ergebnisse nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, steht die Gemeinschaft der Penan den Übergriffen immer hilfloser gegenüber.“, erklärt Ivy Josiah, Leiter der WAO (Women’s Aid Organisation of Malaysia), der Webseite Nutgraph.

Das Volk der Penan kämpft gegen Waldrodung, Palmölplantagen und den Bau von Wasserkraftwerken, die die Wälder zerstören, auf die sie angewiesen sind.

Mehr darüber auf Survials Blog (Englisch).

 

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