Brasilianische Indigene bringen Petition gegen Gesetzentwurf ein, der Kindesdiebstahl fördert 24 April 2009

Bild aus dem Film Hakani.
Bild aus dem Film Hakani.
© Survival

Eine Gruppe von brasilianischen Indigenen hat im Kongress in Brasilia eine Petition gegen einen Gesetzentwurf eingebracht, der den Diebstahl indigener Kinder durch evangelikale Missionare erleichtern würde.

Der Gesetzentwurf, der von der Missionarsorganisation „Youth with a Mission“ unterstützt wird,  würde es den brasilianischen Behörden erlauben, indigene Kinder ihren Familien und Gemeinschaften wegzunehmen, wenn der Verdacht „schädlicher traditioneller Praktiken“ erhoben wird.

„Youth with a Mission“ verwendet zwecks Gewinnung von Unterstützung für das Gesetzesvorhaben einen Film, der unterstellt, dass Kindesmord unter brasilianischen indigenen Völkern weit verbreitet sei. Der Film mit dem Titel „Hakani“ wurde inzwischen im Internet bei YouTube von mehr als 450.000 Menschen angesehen. Tatsächlich kommt Kindesmord unter brasilianischen Indigenen aber ausgesprochen selten vor.

Nach Aussage der Indigenen entreißen evangelikale Missionare indigenen Gemeinschaften Kinder unter dem Vorwand, sie vor einem Kindesmord zu „retten“.

In einem Brief an die Menschenrechts-Kommission der Abgeordnetenkammer des brasilianischen Kongresses drängen die Stämme der Yawalapiti und der Mebengokré Kayapó diese dazu, das Gesetz nicht zu verabschieden, da es zerstörerisch und zudringlich sei.

Die Indigenen verlangen von „Youth with a Mission“ die Wegnahme indigener Kinder aus ihren Gemeinschaften zwecks Adoption bei sich einzustellen

Unterzeichnen Sie die Petition bitte hier.

 

 

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