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| Gekreuzte Speere, die von unkontaktierten Indigenen in der Region hinterlassen wurden, in der Perenco tätig ist. © Marek Wolodzko/AIDESEP |
Ein Kanonenboot des peruanischen Militärs hat eine Fluss-Blockade von Indigenen im nördlichen Amazonasgebiet von Peru durchbrochen.
Das Kanonenboot zerschlug die Blockade am 4. Mai um 5.15 Uhr am frühen Morgen, zusammen mit mindestens einem Boot des britisch-französischen Ölkonzerns Perenco. Die von lokalen Indigenen organisierte Blockade war auf dem Napo-Fluss, einem der wichtigsten Zuflüsse des Amazonas, errichtet worden.
Perus Indigenen-Organisation AIDESEP (Asociación interétnica de desarollo de la selva peruana – Interethnische Entwicklungvereinigung des peruanischen Regenwaldes) verurteilte den Einsatz eines Bootes des Militärs und bezeichnete ihn als „Anwendung und Missbrauch der Macht der Streitkräfte“.
Die Blockade ist Bestandteil den ganzen peruanischen Verlauf des Amazonas umfassender Proteste der peruanischen Indigenen gegen die Regierungspolitik und das Eindringen multinationaler Konzerne in ihre Territorien. Die Proteste halten bereits fast einen Monat an.
Perenco verfügt über eine Lizenz, die es dem Unternehmen erlaubt, in einer entlegenen Gegend von Peru, bekannt als „Lot (Landstück) 67“, nach Öl zu bohren. Diese über den Napo-Fluss zugängliche Gegend wird von mindestens zwei der letzten unkontaktierten indigenen Gruppen der Welt bewohnt – das Unternehmen steht unter wachsendem Druck, sich mit dem Projekt zurückzuziehen.
Vor weniger als zwei Wochen hatte der Perenco-Vorsitzende Francois Perrodo sich mit dem peruanischen Staatspräsidenten Alan García im Präsidentenpalast in Lima getroffen. Dabei versprach er, dass sein Unternehmen umgerechnet 2 Mrd US-Dollar in „Lot 67“ investieren werde. Nur wenige Tage darauf verabschiedete die peruanische Regierung ein Gesetz, das der Tätigkeit von Perenco den Rang einer „nationalen Notwendigkeit“ zuspricht.
Werden Sie für unkontaktierte Völker Perus aktiv
Es gibt mehrere Möglichkeiten in diesem dringenden Fall zu helfen.
- Unterschreiben Sie Survivals Petition für unkontaktierte Völker in Peru
- Spenden Sie für die Kampagne für die unkontaktierten indigenen Völker in Peru (und andere Survival Kampagnen)
- Schreiben Sie Ihrem oder Ihrer Abgeordneten im Deutschen Bundestag, Nationalrats Abgeordneten in Österreich oder Nationalrats -Mitglied in der Schweiz.
- Werden Sie für Survival in Ihrer Umgebung aktiv.




