Aufgedeckt: Die „Lügen“ des Bergbaukonzerns Vedanta über einen indischen Stamm 20 Mai 2009

Survival International hat heute ein Exposé ins Netz gestellt, das die „Lügen“ des im britischen Aktienindex FTSE-100 gelisteten Bergbaukonzerns Vedanta Resources auflistet.

http://www.survival-international.org/behindthelies/vedanta

Vedanta beabsichtigt, in Indien auf Land, das dem Stamm der Dongria Kondh heilig ist, eine riesige Bauxit-Mine zu errichten. Sollte das Unternehmen sein Vorhaben fortführen, würden umfangreiche Waldbestände verloren gehen, Flüsse verunreinigt und die Dongria Kondh vernichtet.

Während Hunderte von Stammesangehörigen der Dongria Kondh und Mitglieder benachbarter Stämme großangelegte Proteste gegen die Mine initiieren, hat  Vedantas PR-Maschine eine anhaltende Offensive in Gang gesetzt gegen die Bemühungen des Stammes, das Minenprojekt aufzuhalten. Für Vedanta tätig sind das Londoner PR-Unternehmen Finsbury und das Beratungsunternehmen CO3, das sich der „sozialen Verantwortung“ von Unternehmen verpflichtet sieht.

Eine auffällige Menge anonymer Pro-Vedanta-Videos sind in den vergangenen Monaten im Internet aufgetaucht, in denen dankbare Dongria Kondh sich Vedanta gegenüber erkenntlich dafür zeigen, dass das Unternehmen ihnen Gesundheitsversorgung und Bildung verschafft habe. Die in den lokalen indischen Medien verbreitete Propaganda von Vedanta behauptet, dass Stammesangehörige darum gebeten hätten, dass ihr Land von dem Unternehmen genommen werde, und dass der Bergbau die Qualität von Flüssen und Wäldern verbessern werde.

Vieles von dem Material war erkennbar manipulativ, einiges vollständig unwahr. So hat Vedanta zum Beispiel behauptet, dass es im Umkreis von 12 Kilometern um die geplante Mine keine Dörfer der Dongria Kondh gebe. Fakt ist, das es von diesen mehr als 50 gibt.

Survival hat Vedanta vorab von dem Exposé auf der Website in Kenntnis gesetzt und das Unternehmen dazu aufgefordert, seine Behauptungen mit Beweisen zu belegen. Dem ist Vedanta nicht nachgekommen.

Survival-Direktor Stephen Corry sagte heute: „Die Taktik von Vedanta und seiner Handlanger bedeutet ein Zurück zum Kolonialismus: Eine Mischung aus dem Glauben an die eigene Überlegenheit, die Überzeugung, dass die „rückständigen“ Indigenen für den Verlust ihres Landes ernsthaft dankbar sind, sowie das schlichte Unterschlagen der Fakten. Vedanta mag einige Projekte finanziell unterstützt haben für jene, denen die Mine mit ihrer Vernichtung droht, doch gibt dies dem Unternehmen sicher nicht das Recht, die Menschenrechte zu verletzen."

 

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