„Unsichtbare“ Demonstranten gehen gegen Bergbaukonzern und die Vernichtung eines Volkes auf die Straße

"Survival demonstriert gegen die Notlage der Dongria Kondh vor dem indischen Hochkommissariat in London"
"Survival demonstriert gegen die Notlage der Dongria Kondh vor dem indischen Hochkommissariat in London"
© Marc Cowan/Survival

„Unsichtbare“ Demonstranten von Survival International haben heute das indische Hochkommissariat in London besetzt.

Die Demonstranten, die leere Plakate und Spruchbanner hochhielten und dabei das Wort „unsichtbar“ buchstabierten, wollten damit auf die Entscheidung der indischen Regierung aufmerksam machen, die dem britischen Unternehmen Vedanta Resources Bergbau auf dem heiligen Land der Dongria Kondh erlaubt. Die Regierung behandelte die Dongria als wären sie unsichtbar, indem sie ihre Wünsche und Forderungen ignorierten.

Die Dongria sind strikt gegen den Bergbau auf ihrem heiligen Gebiet und so haben sie sich heute mit einer Beschwerde an die Regierung in Delhi gewandt. Die Demonstranten in London verlangten von der Regierung ebenfalls sich die Forderungen zu Herzen zu nehmen.
Bilder der Demonstration sind unten zu sehen.

Vedanta Resources behaupten, dass auch die Dongria einen Vorteil aus der Mine ziehen könnten, allerdings wurden diese zu keinem Zeitpunkt von dem Unternehmen dazu befragt und man unterrichtete sie nicht über die Folgen für ihre Dörfer, Wälder und heilige Stätten.

Die Dongria Kondh werden ebenfalls von der britischen Schauspielerin und Aktivistin Joanna Lumley unterstützt. Lumley, Sprecherin des Survival Films „Die Mine: Geschichte eines heiligen Berges“, erklärt: „Da die Dongria ihrem Land so nahe stehen und das bereits über einen sehr langen Zeitraum hinweg, ist es besonders wichtig, dass die Wälder bestehen bleiben. Die Dongria wissen genau, dass [die Mine] ihre Heimat zerstören wird, das Land verschmutzen und ihre Existenz vernichten wird. Wir können nicht zulassen, dass ihr Schicksal in dem Sitzungsraum eines Unternehmens besiegelt wird.“