Weltweite Demonstrationen zur Unterstützung der indigenen Völker Perus 12 Juni 2009

Eine von vielen verletzten Demonstranten der Indigenen wird verhaftet © Independent journalist courtesy of Amazon Watch
Eine von vielen verletzten Demonstranten der Indigenen wird verhaftet © Independent journalist courtesy of Amazon Watch
© Thomas Quirynen

Gestern gingen weltweit tausende Menschen auf die Straße, um die in der Amazonasregion Perus lebenden indigenen Völker zu unterstützen.   

Die Demonstrationen und Mahnwachen wurden unter anderem vor den peruanischen Botschaften und Konsulaten in Bonn, Mailand, Madrid, Barcelona, Rom, Paris, Washington DC, Brüssel und Quito abgehalten.  

In Peru fanden ebenfalls landesweit Demonstrationen statt, von der im Regenwald liegenden Stadt Iquitos bis hinzu der peruanischen Hauptstadt Lima.

Als Reaktion auf die nationale und internationale Empörung darüber, dass während der Demonstrationen vergangene Woche mehrere Dutzend Menschen getötet worden waren, setzte der peruanische Kongress zwei Erlässe, die zu dem Disput geführt hatten, für 90 Tage außer Kraft.  

Allerdings bleibt der Hauptgrund für den Prostest, nämlich die Selbstverständlichkeit mit der die peruanische Regierung den Öl-, Gas- und Abholzungsunternehmen das Land der indigenen Bevölkerung zur Verfügung stellt, weiterhin bestehen.  

Survival International hat sowohl bei der Organisation amerikanischer Staaten als auch bei den Vereinten Nationen einen formellen Antrag für eine unabhängige und unparteiische Untersuchung der Vorfälle der vergangenen Woche gestellt.

Ein peruanisches Nachrichtenteam war anwesend, als zahlreiche indigene Menschen und Polizisten ihre Leben bei der Auflösung einer Straßenblockade in der Nähe der Stadt Bagua ließen. Ihr zweiteiliger Bericht (in Spanisch) steht Ihnen online zur Verfügung. Er spiegelt die chaotischen Zustände wieder, die während der gewaltsamen Auflösung herrschten.  

Schreiben Sie an den Präsidenten Perus


 

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