Ein Kanu für Survival: Athletin kämpft für indigene Völker

"Angela Prendin in ihrem Survival Kanu."
"Angela Prendin in ihrem Survival Kanu."
© Survival

Bei der Fortsetzung des Kanu-Slalom Welt-Cup am 11. und 12. Juli in Augsburg können sich die Wettkämpfer für die ICF Weltmeisterschaft im September qualifizieren. Angela Prendin vom italienischen Team geht mit einem Kanu an den Start, das den Schriftzug von Survival trägt.

Angela Prendin ist heute 24 und betreibt den Sport seit 13 Jahren. Seit 2000 gehört sie zum Team der italienischen Damenmannschaft und hat sowohl nationale als auch internationale Erfolge erzielt. 2008 verpasste sie um nur 29 Hundertstel Sekunden die Qualifikation für Olympia.

„Vor einigen Jahren hörte ich das erste Mal von Survival,“ sagt Angela. „Ein Freund schickte mir eine Weihnachtskarte, die mich sehr bewegt hat: ein Inuit zieht ein Kanu über das arktische Eis. Seit diesem Tag war mein Interesse für die indigene Bevölkerung und die Arbeit von Survival geweckt.“ Angelas Engagement bei der Hilfsorganisation hat sich im Laufe der Zeit von der „einfachen“ Unterstützerin zur „sportlichen Botschafterin“ entwickelt. Heute trägt ihr Kanu das Logo von Survival.

„Das Leben einer Studentin und Sportlerin ist zwar stressig und finanziell betrachtet nicht gerade sorglos. Aber ich wusste, dass ich viel mehr für Survival tun wollte, als nur den kleinen Mitgliedsbeitrag zu zahlen. Meine Wettkämpfe finden auf der ganzen Welt statt und so machte ich mir Gedanken über internationale Werbung für die Organisation. Die Verstöße gegen die Rechte indigener Völker auf der ganzen Welt sind inakzeptabel. Ich bin der Meinung, dass es von grundlegender Bedeutung ist, publik zu machen, was ihnen angetan wird. Dadurch, dass ich den am stärksten bedrohten indigenen Völkern durch meinen Sport eine Stimme gebe, hoffe ich dazu beizutragen, ihre Rechte und ihre Zukunft zu schützen.“

Angela Prendin ist stolz auf ihr auffälliges Kanu, das den traditionellen Kajaks der nordamerikanischen Indianer und den Inuits der Arktis nachgebaut ist. „Auch wenn die Funktionen sehr unterschiedlich sind – sie benutzen ihre Kanus als Transportmittel und zum Überleben, während ich meines für Sport und Spaß verwende – gefällt mir die Idee, dass etwas, das mir so wichtig ist, auch einen Bezug zu indigenen Völkern hat. Es vermittelt mir das Gefühl, ihnen nahe zu sein.“