Indigene Organisation: Bericht des Ombudsmannes nicht „endgültig“ 7 Juli 2009

"Die peruanische Polizei löst den indigenen Protest nahe der Stadt Bagua auf. 5 Juni 2009, © Independent journalist courtesy of Amazon Watch"
"Die peruanische Polizei löst den indigenen Protest nahe der Stadt Bagua auf. 5 Juni 2009, © Independent journalist courtesy of Amazon Watch"
© Thomas Quirynen

Perus führende Organisation für indigene Gruppen im Amazonas sagte, dass der Bericht des peruanischen Ombudsmannes zu der jüngsten Gewalt im Regenwald nicht „endgültig“ sei.

„Der Ombudsmann hat nur 22% der Awajún und Wampis Gemeinden besucht,“ so eine Erklärung von AIDESEP. „Insgesamt gibt es 181 Gemeinden, doch der Ombudsmann hat nur 39 davon besucht.“

In seinem Bericht kommt der Ombudsmann zu dem Schluss, dass dreiundzwanzig Polizisten, fünf „Zivilisten“ und fünf „Indigene“ getötet wurden, aber niemand „verschwunden“ sei, wie es anfänglich in Berichten geheißen hatte. Die peruanische Regierung betrachtet den Bericht des Ombudsmannes als abschließenden Beweis dafür, dass niemand verschwunden ist.

Die stellvertretende Präsidentin von AIDESEP, Daysi Zapata Fasabi, sagte, dass es eine endgültige Untersuchung zur Anzahl der verschwundenen Indigenen durch eine Wahrheitskommission geben werde, die in der Folge der Ausschreitungen zusammenkommen wird. In der Zwischenzeit hat AIDESEP damit gedroht, Gespräche mit der Regierung zu beenden, wenn sie die Indigenen Perus weiterhin politisch verfolgt und ihre Versprechen nicht erfüllt.

Lesen Sie Survival's Augenzeugenbericht über die Gewalt.


Sehen Sie einen Film von Survival mit Augenzeugeninterviews.

 

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