Birdwatchers startet in deutschen Kinos 16 Juli 2009

"Guarani mit Zuckerrohr und Werkzeugen."
"Guarani mit Zuckerrohr und Werkzeugen."
© João Ripper/Survival

Heute startet „Birdwatchers – Das Land der roten Menschen“ in den deutschen Kinos.

Der Ausgangspunkt des Filmes zeigt das Leben von Farmern, die riesige mit genmanipuliertem Getreide bepflanzte Plantagen besitzen und Touristentouren veranstalten. Die Guarani Kaiowá, die ursprünglichen Bewohner dieser Felder, leben nun unter unwürdigen Zuständen an den Grenzen dieser Ländereien.

Nachdem sich zwei Guarani Kaiowá erhängt haben, beschließt Nadio, der Anführer einer kleinen Gruppe, das Reservat zu verlassen und auf ihr früheres Land zurückzukehren – gegen den Widerstand des Großgrundbesitzers.

Die deutsche Presse ist zum Kinostart von Birdwatchers voller Lob.

Die FAZ schreibt: „Birdwatchers ist ein eminent politischer Film. Und er ist eines der seltenen Beispiele, dem das ohne Herablassung, Predigerton, Romantisierung oder Quengelei gelungen ist."

„Eine bewegende, spannende Geschichte, faszinierende Bilder und indigene Darsteller, deren Überzeugungskraft ihre Authentizität ist – Bechis setzt starke Mittel ein, um diesem zweifellos brisanten Thema Gewicht zu verleihen“, meint der Kölner Stadtanzeiger.

Survival kämpft dafür, dass die Landrechte der Guarani anerkannt werden. Land, das von Kolonisten, Viehzüchtern und Landwirten besetzt wird, muss den Guarani zurückgegeben werden. Die von der internationalen Konvention (ILO 169) anerkannten Landrechte der Indigenen werden von Brasilien missachtet, obwohl es die Konvention ratifiziert hat. Auch laut der brasilianischen Verfassung ist die Regierung verpflichtet, das Territorium der Indigenen abzugrenzen und zu schützen. Survival drängt die Regierung dazu, endlich ihrer Verpflichtung nachzukommen.

Der Regisseur Marco Bechis hat zusammen mit Survival einen Guarani Fonds eingerichtet, um die Guarani in ihrem Kampf um ihr Land und eine selbst bestimmte Zukunft zu unterstützen.

Sehen Sie hier Berichte über Birdwatchers von dem Heute Journal und von Kulturzeit.

 

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