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Indigener Widerstand wächst weltweit: Proteste blockieren Bergbauprojekt in Indien 24 Juli 2009

Die Dongria Kondh bilden eine Menschenkette, um ihren Widerstand gegen Vedantas Mine zu demonstrieren.
Die Dongria Kondh bilden eine Menschenkette, um ihren Widerstand gegen Vedantas Mine zu demonstrieren.
© Survival

Wiederholte Proteste der indigenen Bevölkerung im indischen Bundesstaat Orissa blockieren ein Bergwerkprojekt und haben somit zu einer kostspieligen Verzögerung für eines der größten britischen Unternehmen geführt.

Der milliardenschwere Vorsitzende und Mehrheitsaktionär des Konzerns Vedanta Resources, Anil Agarwal, verkündete diesen Januar, dass die riesige Bauxitmine in den Niyamgiri Hills „in ein oder zwei Monaten“ in Betrieb genommen werde. Um zu verhindern, dass der Berg zerstört wird, haben die Dongria Kondh Straßenblockaden errichtet und damit die Bergleute daran gehindert ihre Arbeit aufzunehmen.

Nicht nur die Dongria Kondh und andere indigene Völker haben durch wiederholte Proteste ihren Missmut zum Ausdruck gebracht, sondern auch internationale Organisationen wie Survival, Amnesty International, Action Aid, War on Want und zahlreiche andere indische Aktivisten kritisierten Vedantas Pläne auf das schärfste. Survival hat einen dringenden Appell bei den Vereinten Nationen eingereicht und ebenfalls erwirkt, dass die britische Regierung eine unabhängige Untersuchung durchführt.

Die Demonstrationen der Dongria Kondh sind die jüngsten einer Reihe von Protesten indigener Völker gegen großangelegte Industrieprojekte, die ihre Heimat zerstören.

In Peru blockierten indigene Völker mit ihren Kanus die Flüsse, damit die Ölunternehmen nicht in ihr Gebiet eindringen konnten. Um die Zerstörung ihres Regenwaldes durch das Anlegen von Ölpalmenplantagen zu verhindern, riskieren die Penan in Malaysia regelmäßig Verhaftungen, wenn sie Straßenblockaden errichten.

In der kommenden Woche wird zum ersten Mal ein Vertreter der Dongria Kondh in London sein, um sich dafür einzusetzen, dass Vedanta Resources sein Heimatland verlässt. Er wird sich Demonstranten anschließen, die sich vor Vedantas Jahreshauptversammlung am Montag in London treffen.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Indigene Völker befinden sich an der Frontlinie des globalen Kampfes gegen die endgültige Vernichtung unserer Erde. Während unsere führenden Politiker nur darüber sprechen, den Klimawandel zu bekämpfen, sehen sich weltweit indigene Völker im wahrsten Sinne des Wortes Bulldozern gegenüber und kämpfen für den Erhalt unseres Planeten – nicht nur für sich, sondern für uns alle.“

Für mehr Informationen und Bildmaterial kontaktieren Sie bitte Raphael Göpel:
Tel.: (+49) (0) 30 72 29 31 08 oder per E-Mail an info@survival-international.de

 

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