Fernweh – Fernbleiben! Diese drei Ziele sollten Reisende meiden

Die Urlaubssaison ist in vollem Gange: Survival International nennt daher drei weltweite Ferienziele, die von verantwortungsbewusst Reisenden nicht besucht werden sollten:

  • Barefoot Reservat, Andamanen Archipel, Indien
  • Central Kalahari Game Reserve (CKGR), Botswana
  • "Erster Kontakt“ Expeditionen, West Papua, Indonesien
Barefoot India hat eine Hotelanlage errichtet, die an das Reservat grenzt, das zum Schutz der Jarawa eingerichtet wurde. Das Resort stellt ein Risiko für das erst kürzlich kontaktierte indigene Volk dar, sich mit der Schweinegrippe oder anderen von Touristen eingeschleppten Krankheiten zu infizieren, gegen die sie kaum immun sind.

Die Regierung von Botswana wirbt für das Central Kalahari Game Reserve (CKGR) als Tourismusziel und genehmigt einem Safariunternehmen Gästehäuser zu bauen, die viel Wasser benötigen werden. Sie verweigern jedoch den dort lebenden Buschleuten ein einziges Wasserbohrloch innerhalb des Reservats zu benutzen.

In West Papua, Indonesien, gibt es Angebote für Trekking-Touren, um angeblich isoliert lebende indigene Gruppen der Papuas zu treffen. Wenn das der Wahrheit entspräche, hätte dies katastrophale Folgen für diese Menschen.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Verantwortungsbewusste Touristen sollten von Reisen in Gebiete, in denen unkontaktierte oder erst kürzlich kontaktierte indigene Gruppen leben, Abstand nehmen.“ Es gibt zahlreiche Fälle, in denen mindestens die Hälfte einer indigenen Gruppe kurz nach dem ersten Kontakt mit Außenstehenden an Krankheiten gestorben ist.

„Viele der Kalahari Buschleute würden Touristen unter eigenen Bedingungen durchaus Willkommen heißen. Doch für Tourismus zu werben, während die Buschleute fast verdursten, gleicht einem Schlag ins Gesicht. Besucher werden in Bars an ihren Cocktails nippen, während die Buschleute, die in der Nähe leben, gezwungen sind hunderte von Kilometern zurückzulegen, um Zugang zu Wasser zu erhalten.

Es gibt nichts daran auszusetzen, dass Touristen indigene Völker besuchen, die an den Kontakt mit Außenstehen seit einiger Zeit gewohnt sind; doch nur wenn sie dies auch wollen und selbst kontrollieren, wo die Touristen hingehen und was sie tun. Und unter der Bedingung, dass sie einen gerechten Anteil am Gewinn erhalten, was leider nur selten der Fall ist.“

 

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  • Barefoot Reservat, Andamanen Archipel, Indien
  • Central Kalahari Game Reserve (CKGR), Botswana
  • "Erster Kontakt“ Expeditionen, West Papua, Indonesien
Barefoot India hat eine Hotelanlage errichtet, die an das Reservat grenzt, das zum Schutz der Jarawa eingerichtet wurde. Das Resort stellt ein Risiko für das erst kürzlich kontaktierte indigene Volk dar, sich mit der Schweinegrippe oder anderen von Touristen eingeschleppten Krankheiten zu infizieren, gegen die sie kaum immun sind.

Die Regierung von Botswana wirbt für das Central Kalahari Game Reserve (CKGR) als Tourismusziel und genehmigt einem Safariunternehmen Gästehäuser zu bauen, die viel Wasser benötigen werden. Sie verweigern jedoch den dort lebenden Buschleuten ein einziges Wasserbohrloch innerhalb des Reservats zu benutzen.

In West Papua, Indonesien, gibt es Angebote für Trekking-Touren, um angeblich isoliert lebende indigene Gruppen der Papuas zu treffen. Wenn das der Wahrheit entspräche, hätte dies katastrophale Folgen für diese Menschen.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Verantwortungsbewusste Touristen sollten von Reisen in Gebiete, in denen unkontaktierte oder erst kürzlich kontaktierte indigene Gruppen leben, Abstand nehmen.“ Es gibt zahlreiche Fälle, in denen mindestens die Hälfte einer indigenen Gruppe kurz nach dem ersten Kontakt mit Außenstehenden an Krankheiten gestorben ist.

„Viele der Kalahari Buschleute würden Touristen unter eigenen Bedingungen durchaus Willkommen heißen. Doch für Tourismus zu werben, während die Buschleute fast verdursten, gleicht einem Schlag ins Gesicht. Besucher werden in Bars an ihren Cocktails nippen, während die Buschleute, die in der Nähe leben, gezwungen sind hunderte von Kilometern zurückzulegen, um Zugang zu Wasser zu erhalten.

Es gibt nichts daran auszusetzen, dass Touristen indigene Völker besuchen, die an den Kontakt mit Außenstehen seit einiger Zeit gewohnt sind; doch nur wenn sie dies auch wollen und selbst kontrollieren, wo die Touristen hingehen und was sie tun. Und unter der Bedingung, dass sie einen gerechten Anteil am Gewinn erhalten, was leider nur selten der Fall ist.“