Nukak sind "vom Aussterben bedroht", sagen indigene Anführer den Vereinten Nationen 31 Juli 2009

Nukak stellen Pfeile für ihre Blasrohre her
Nukak stellen Pfeile für ihre Blasrohre her
© Gustavo Pollitis/Survival

Die nationale indigene Organisation Kolumbiens (ONIC) hat die Vereinten Nationen gewarnt, dass die Nukak - die letzten Jäger und Sammler des Landes – vom Aussterben bedroht sind.

Die Warnung war enthalten in einem Bericht an den Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für indigene Völker, James Anaya, der vor kurzem Kolumbien besucht hat. Die Nukak sind einer von 28 kolumbianischen Stämmen, die laut ONIC vom Aussterben bedroht sind.

Der ONIC Bericht schätzt die Zahl der bis heute überlebenden Nukak auf 490, von denen 40% vertrieben wurden und nun abseits ihres traditionellen Territoriums am Rande der Stadt San Jose del Guaviare im Südosten Kolumbiens leben. In den zwanzig Jahren, seit die Nukak zum ersten Mal Kontakt mit Aussenseitern hatten, ist die Hälfte der Bevölkerung gestorben.

"Die Geschichte der Nukak zeigt, wie indigene Völker sehr schnell dezimiert werden können und ihre Kultur zerstört wird", sagt der ONIC Bericht.

Herr Anayas Besuch in Kolumbien fand vom 23. bis 27. Juli statt. "Die Situation der Rechte indigener Völker in Kolumbien ist ernst, kritisch und sehr besorgniserregend", sagte er. "Das hat der vorhergehene Sonderberichterstatter für indigene Völker, Rodolfo Stavenhagen, bei seinem Besuch 2004 gesagt. Dasselbe trifft heute noch zu, auch wenn die kolumbianische Regierung in den letzten Jahren einige wichtige Initiativen unternommen hat."

 

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