Regierung untersucht Berichte über illegale Holzfällarbeiten

"Einer der Holzfällercamps im Murunahua Reserve, Südost Peru."
"Einer der Holzfällercamps im Murunahua Reserve, Südost Peru."
© C Fagan/Round River Conservation Studies

Peru´s Indigenous Affairs Department (Ministerium für Perus indigene Angelegenheiten, INDEPA) hat angekündigt, Behauptungen, dass Holzfäller in ein Reservat für unkontaktierte indigene Gruppen eingedrungen seien, nachzugehen. INDEPAs Ankündigung steht im direkten Zusammenhang mit Survivals Pressemitteilung vom 13. August, der die Anwesenheit der Holzfäller in dem Reservat, das weite Teile Perus bedeckt, enthüllte.

„Wir werden Fotos, die Survival veröffentlicht hat, überprüfen.“ sagte der Präsident von INDEPA, Mayta Cápac Alatrista, bevor er hinzufügte, er werde Survival um weitere Informationen bitten, mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten und sich an Brasiliens INDEPA entsprechendem Behörde, die FUNAI, zu wenden.

Die Fotos wurden dieses Jahr von dem Umweltschützer Chris Fagan von der Nichtregierungsorganisation Round River Conservation Studies, während er über dem Murunahua-Reservat flog, gemacht.

Vier Lager wurden gesichtet, drei davon in dem Oberlauf des Envira River.

„Alle vier Lager schienen besetzt zu sein. Illegales Holzfällen in geschützten Gebieten ist eine ernsthafte Bedrohung für die indigenen Menschen, die dort leben. Diese so genannten „unkontaktierten“ Menschen sind nicht nur extrem anfällig für Krankheiten, die von den Außenstehenden eingeschleppt werden, sind, sondern es gab auch bereits viele gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen ihnen und den Holzfällern.“ sagte Fagan.

Survival drängt die peruanische Regierung dazu, das Eindringen von Holzfällern in das Murunahua-Reservat zu stoppen – aber dabei nicht die unkontaktierten indigene Gruppen selbst zu gefährden.