Zwölf Indigene von Bewaffneten erschossen

Zwölf Angehörige der Awa sind gestern, am 26. August, von einer Gruppe bislang noch unbekannter bewaffneter Männer erschossen worden.

ONIC, die nationale Indigenenorganisation Kolumbiens (Organización Nacional Indígena de Colombia), teilte mit: „Nach unseren Informationen haben Männer in Militärkleidung, aber mit Kapuzen bedeckt, und daher nicht identifizierbar, wahllos auf ein Haus geschossen, das einer Awa-Familie gehört.“

Unter den Opfern befanden sich mehrere Kinder und die Ehefrau eines Mannes, der in diesem Jahr ebenfalls erschossen worden war.

Eine Gruppe von Awa-Anführern ist zu der Stätte des Verbrechens auf Awa-Gebiet im Südwesten Kolumbiens gereist, um zu ermitteln, was passiert ist. Es handelt sich um den letzten Fall einer Serie von Beschüssen, die in diesem Jahr bereits viele Awa das Leben gekostet hat.

Wie viele andere kolumbianische indigene Völker haben die Awa seit Jahren unter dem gewaltsamen Konflikt zwischen Kolumbiens Militär, Guerillas und paramilitärischen Gruppen zu leiden, die auf ihr Land eindringen und es zerstören.

Es besteht keine Verbindung zwischen den Awa in Kolumbien und dem gleichnamigen indigenen Volk, das weit entfernt in Brasilien lebt.

Weitere Information unter ONIC.