UN–Forderung an Peru: „Keine Ölförderung ohne die Zustimmung der Indigenen“ 2 September 2009

Ölbohrungen auf indigenem Land haben weit verbreitete Protest hervorgerufen . ©David Dudenhoefer
Ölbohrungen auf indigenem Land haben weit verbreitete Protest hervorgerufen . ©David Dudenhoefer
© David Dudenhoefer

Die Vereinten Nationen rufen die Regierung Perus dazu auf Öl und Gas auf dem Land indigener Bevölkerungsgruppen nicht ohne deren ausdrückliche Zustimmung zu fördern.

Falls die Regierung dem UN-Aufruf Folge leistet, würde das bedeuten, dass im Regenwald, der von unkontaktierten indigenen Gruppen bewohnt wird, keine Bohrungen mehr durchgeführt werden. Schließlich sind die unkontaktierten Indigenen nicht in der Lage ihre Zustimmung zu geben. Dies fordern indigene Organisationen, Survival und viele andere schon seit langem.

Der Aufruf war in einer Erklärung des UN-Ausschusses für die Beseitigung der Rassendiskriminierung (CERD) enthalten, die am Montag veröffentlicht wurde. Delegationen der peruanischen Regierung sowie mehrere Organisationen Perus sind in den letzten Wochen bereits vor den Ausschuss getreten.

CERD untermauert sein Anliegen mit den „ernsten Spannungen in dem Land, die sogar Gewalt ausgelöst haben und durch die Ausbeutung der unterirdischen Ressourcen, welche traditionell zu den indigenen Völkern gehören.“

Das Komitee verlangte von Perus Regierung außerdem dem Konflikt in Bagua, Nordperu, zu untersuchen, in dem mehr als 30 Polizisten und Zivilisten starben. „Die Regierung sollte dringend eine unabhängige Kommission mit indigener Repräsentation in das Leben rufen, um eine definitive, objektive und unparteiische Untersuchung durchzuführen“, steht in der Erklärung der CERD.

Das Erscheinen der peruanischen Regierung vor den Ausschuss löste unter den Organisationen des Landes heftige Kritik aus. CERD verlangte eine Stellungnahme der Regierung zu zahlreichen Vorkommnissen. Man forderte sie auch dazu auf Informationen zu den eigenen Bemühungen zum Schutz unkontaktierter indigener Völker preiszugeben sowie sich zu einigen umstrittenen Aussagen des Präsidenten Alan Garcia zu äußern, die in einer peruanischen Zeitung zu lesen gewesen sind.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Wir möchten Präsident Alan Garcia dazu ermahnen die Empfehlungen der Vereinten Nationen zu beherzigen und alles in seiner Macht stehende zu tun, um den Rechten der indigenen Bevölkerung Anerkennung zu verleihen und sie in Zukunft zu respektieren.“

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