Ein Kanu für Survival und indigene Völker zur Kanu-Slalom-Weltmeisterschaft 9 September 2009

Der jungen italienischen Athletin und Botschafterin für Survival, Angela Prendin, steht nun nach nationalen Wettbewerben in Bratislava und Augsburg und den Qualifikationsrunden für die Weltmeisterschaft in Tacen, Slowenien, die letzte Hürde bevor: dieses Jahr darf sie bei der Kanu-Slalom-WM teilnehmen, die diesmal vom 9. – 13. September in La Seu d’Urgell, im Herzen Kataloniens, ausgetragen wird.
 
Angela wird mit einem besonderen Kanu antreten: es ähnelt dem traditionellen Kajak der Indianer Nordamerikas und der in der Antarktis lebenden Inuit. Auf ihrem Kanu wird das Logo von Survival International zu sehen sein, ein Symbol für ihre Überzeugung den Sport mit dem humanitären Anliegen zu verbinden indigene Völkern dabei zu unterstützen ihre Menschenrechte zu verteidigen.
 
„Vor einigen Jahren habe ich das erste Mal von Survival gehört.“, erzählt Angela, „Einer meiner Freunde schickte mir damals eine dieser Weihnachtskarten, auf dem ein Inuit zu sehen war, der ein Kanu über das arktische Eis schleifte. Dieses Bild hat mich sozusagen wachgerüttelt. Von diesem Moment an begann ich mich mehr und mehr für indigene Völker und Survivals Arbeit zu interessieren. Eigentlich bin ich damals oft unterwegs gewesen und besaß gerade genug um über die Runden zu kommen… Trotzdem wusste ich immer, dass ich mehr tun möchte als einfach nur zu spenden. Durch meinen Sport kam ich viel in der Welt herum und das brachte mich auf die Idee das alles mit einer Art internationalen Kampagne zu verbinden. Die Gewalt, die sich weltweit gegen alle Indigenen richtet, darf so nicht hingenommen werden und ich bin der Meinung, dass es einfach wichtig ist anderen Menschen ihr Leid nahe zu bringen. So kann ich mit meinem Sport vielen Völkern eine Stimme verleihen, womit ich hoffentlich effektiv meinen Teil dazu beitragen kann ihre Rechte und ihre Zukunft zu verteidigen und zu schützen.“
 
Angela, 24, tritt für den Kanu-Club Mestre an und betreibt diesen Sport bereits seit sie 11 ist. Seit 2000 ist sie Mitglied im italienischen Kanu-Team und konnte schon zahlreiche nationale und internationale Titel für sich gewinnen. 2008 verpasste sie die Qualifikation für die Olympischen Spiele um nur 0,029 Sekunden.  
 
Der am Segre gelegene Olympiapark, welcher dieses Jahr der Austragungsort der Kanu-Slalom-WM sein wird, ist bereits weltbekannt für seine Olympischen Spiele im Jahre 1992 und nimmt in den Herzen aller italienischer Athleten und Wassersportfreunde einen besonderen Platz ein: 1992 gewann Pier Paolo Ferrazzi die erste olympische Goldmedaille im Kanu-Slalom für Italien.

 

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