Festgenommene Penan: „ Das Wasser des Damms wird unser Land überfluten“

"Der Bau des Murum Damms auf dem Land der Penan ist schon in vollem Gange."
"Der Bau des Murum Damms auf dem Land der Penan ist schon in vollem Gange."
© Survival

Die Penan, die letzte Woche vor den Regierungsgebäude im malaysischen Teil Borneos festgenommen wurden, haben eine Erklärung über ihre Ängste vor der Zerstörung ihrer Leben durch das Wasserkraftwerk veröffentlicht. Die Erklärung wurde unmittelbar vor ihrer Festnahme verfasst.

Sechs Angehörige der Penan wurden gemeinsam mit neun anderen Indigenen und Aktivisten verhaftet als sie versuchten dem Ministerpräsidenten von Sarawak einen Brief mit ihren Anliegen zu überreichen.

Die Penan sagen in ihrer Erklärung:

„Wir sind nicht zum Vergnügen nach Kuching Stadt gekommen sondern voller Bedenken, Sorge und Tränen. Wir bringen den tiefen Schmerz im Herzen aller Menschen der Penan Dörfer am Peleiran Fluss mit. Der Grund jenes Schmerzes ist die schwere Besorgnis, mit der wir seit dem Beginn des Baus des Murum Damm Projekts leben.“

„Wenn der Bau dieses Murum Dammes fortfährt, wird das Wasser des Dammes unser traditionelles Land fluten, einschließlich unserer Dörfer, Habseligkeiten, Gärten, Reisfelder und unseres Ackerlandes, Obstbäume, Gräber etc. Der Wald und seine Rohstoffe, die unser Leben unterstützen, werden zerstört werden. Wir werden gezwungen sein in ein Gebiet zu ziehen, das wir nicht kennen und welches nicht mit unseren Lebensbedingungen vereinbar ist.“

Murum ist der erste in der Serie von zwölf Wasserkraftwerken, die für Sarawak geplant sind. Er wurde von der chinesischen staatseigenen China Three Gorges Project Corporation gebaut.

Die fünfzehn Indigenen und Akivisten wurden wegen „illegaler Versammlung“ angeklagt und müssen am 29. September vor Gericht erscheinen.

Survival schrieb der malaysischen Regierung und forderte alle Anklagen gegen sie fallen zu lassen. Die Regierung wird ebenfalls ermahnt, den Bau von Dämmen, die Abholzung sowie die Anlage von Ölpalmenplantagen auf dem Land der Penan ohne deren Einverständnis zu stoppen.