Britische Partei verspricht ILO 169 zu unterzeichnen 1 Oktober 2009

Die Liberaldemokraten Großbritanniens versprachen letzte Woche auf ihrem jährlichen Parteitag, die ILO Konvention 169 über die Rechte indigener Völker zu unterzeichnen.

In ihrem Strategiepapier, Unser Naturerbe, versprach die Partei, die Konvention zu unterschreiben, wenn sie die nächste Wahl gewinnen. „Indem wir das tun, werden wir den Gesamteinfluss der Konvention bestärken und britische Unternehmen und Institute, die in Übersee arbeiten, zu grundlegenden Maßstäben der Absprache verpflichten, um das Mitspracherecht indigener Völker bei Projekten zu wahren, die sie betreffen.“

Die Partei versprach außerdem „sicherzustellen, dass die Kohlenstoff-Gutschriften für vermiedene Abholzung nicht in Ländern zur Verfügung gestellt werden können, in denen die Rechte indigener Völker nicht angemessen geschützt werden.“

ILO 169 ist das einzige internationale Gesetz für indigene Völer, welches ihre Landrechte anerkennt und eine Normenreihe bezüglich Absprache und Einverständnis festsetzt. Die Anerkennung und der Schutz der Landrechte indigener Völker ist nicht nur der Schlüssel für ihr Überleben, sondern auch entscheidend im Kampf um die Rettung der weltweiten Regenwälder. Der effektivste Weg den Regenwald zu schützen besteht darin die Rechte jener zu schützen, die über Generationen hinweg auf ihn Acht gegeben haben.

Die gegenwärtige Regierung Großbritanniens lehnt die Unterzeichung der ILO 169 ab, mit der Begründung, dass keine Indigenen in ihrem Land leben. Jedoch ignoriert das den Einfluss britischer Unternehmen, die in Gebieten Indigener tätig sind. Ein aktueller frühzeitiger Antrag im Unterhaus, der die Regierung dazu aufruft die Konvention zu unterzeichnen, hat bisher über 90
Unterschriften bewirkt.

 

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