Innerhalb von 11 Tagen fünf Awá ermordet

"Awa Frau bei einer Mahnwache für die zwölf, im August ermordeten Awa."
"Awa Frau bei einer Mahnwache für die zwölf, im August ermordeten Awa."
© ONIC

Fünf Angehörige der Awá wurden im Südwesten Kolumbiens brutal ermordet.

Die Morde fanden zwischen dem 13. und 23. September statt und sind die jüngsten in einer Folge von Massakern an Awá dieses Jahr.

Die Opfer waren vier Männer und eine Frau.

• 13. September, 21 Uhr: Luis Guanga, 45 Jahre alt, wurde erstochen.

• 15. September: José Raúl Guanga, 18 Jahre alt, trafen sieben Kugeln durch Männer in ziviler Kleidung. Er starb bevor ein Krankenwagen kommen konnte, um ihn ins Krankenhaus zu bringen.

• 16. September, Mitternacht: Carlos Guillermo Pascal Nastacuás, 21 Jahre alt, wurde erstochen.

• 19. September Segundo Guanga wurde getötet.

• 23. September, 17 Uhr: Mercedes Guanga wurde von zehn Männern in militärischen Kampfanzügen erschossen.

Mehr als 20 Awá wurden zwischen Februar und Mai diesen Jahres getötet und weitere zwölf am 26 August. Ihr Land ist von Kolumbiens lang andauerndem Bürgerkrieg zwischen Guerillas, Paramilitärs und der kolumbianischen Armee umzingelt worden– und die Awá wurden auf tragische Weise in der Mitte gefangen.

Laut der Berichte ist noch nicht klar, wer für die jüngsten Morde verantwortlich ist. Guerillas, Paramilitärs und der Armee wurde die Schuld für all diejenigen gegeben, die vorher in diesem Jahr passiert sind.

Kolumbiens nationale Organisation indigener Völker, ONIC, drängt die kolumbianische Regierung der „Ausrottung“ der Awá Einhalt zu gebieten und appelliert an Organisationen auf der ganzen Welt das Volk der Awá zu unterstützen und zu verurteilen, was mit ihnen passiert.

Die kolumbianischen Awá stehen in keinerlei Beziehung zu den Awá in Brasilien, die mehr als 2000 km weit von ihnen entfernt leben.