„Der Große Krieg hat begonnen“: Indigene in Indien sind entschlossen das britsche Bergbauunternehmen zu stoppen 6 Oktober 2009

Weltweit gab es wiederholte Proteste gegen die Tätigkeiten Vedantas.
Weltweit gab es wiederholte Proteste gegen die Tätigkeiten Vedantas.
© Survival

Tausende Menschen versammelten sich gestern um gegen Vedanta Resources zu demonstrieren, dessen Vorsitzender, der Milliardär Anil Agarwal, eine Bauxitmine in einem heiligen Berg errichten möchte. Diese Zusammenkunft stellte das Ende eines wochenlangen Marsches durch alle Dörfer der Niyamgiri-Berge in Orissa dar.

Durch die Demonstranten stand die Stadt Muniguda im sprichwörtlichen Sinne still: für einige Stunden wurde sogar die Hauptstraße gesperrt.
Die 3000 Demonstranten, unter denen sich ebenfalls Angehörige der Dongria Kondh sowie anderer ansässiger Gemeinschaften befanden, hatten eine vereinte Botschaft für Vedanta: Lasst unsere Wälder, Flüsse und den heiligen Berg in Frieden.

Einer der Organisatoren dieser Versammlung, Balachandra Sarangi, sagte: „Mahayudh [der Große Krieg] gegen Vedanta hat begonnen – die Menschen haben sich gegen Vedanta vereint, um sie von hier zu vertreiben. Niemals werden wir den Bergbau an Niyamgiri zulassen."

Der Widerstand gegen das Projekt Vedantas wächst weiter an. Die gestrige Versammlung war die letzte in einer Reihe von Demonstrationen, Straßenblockaden und Märschen, die allesamt von den dortigen Gemeinschaften organisiert und geplant wurden, um den Bau der Mine zu stoppen.

Vedanta Resources verfolgt das Vorhaben eine Bauxitmine am heiligen Berg der Dongria Kondh in Orissa zu errichten. Sie selbst wurden niemals informiert, auch nicht darüber, dass die Mine große Teile ihrer Wälder vernichten, ihre Wasserquellen versiegen lassen und ihre heiligste Stätte entehren wird.

Derzeit findet diesbezüglich eine Anhörung in Delhi statt. Durch wiederholte Beschwerden von Survival International beschäftigen sich sowohl die indische Menschenrechtskommission als auch die Regierung Großbritanniens mit diesem Fall. Die Untersuchungskommission der Engländer prüft, ob Vedanta Resources mit seinem Verhalten gegenüber den Dongria Kondh internationale Richtlinien für multinationale Unternehmen verletzt.

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