Brasilianische Viehzüchter planieren UNESCO Biosphärenreservat

"Ein Totobiegosode Mann. Der Wald der Totobiegosode
wird illegal von brasilianischen Viehzüchtern zerstört.
© Survival"
"Ein Totobiegosode Mann. Der Wald der Totobiegosode wird illegal von brasilianischen Viehzüchtern zerstört. © Survival"
© Survival

Brasilianische Viehzüchter planieren mit erschreckender Geschwindigkeit ein UNESCO-Biosphärenreservat, das von einem unkontaktierten indigenen Volk bewohnt wird.

Ein Regierungsvertreter und zwei Angehörige des Volkes versuchten in die betroffene Region zu gelangen, wurden aber von Mitarbeitern des Viehzuchtunternehmens Yaguarete Pora S.A. daran gehindert.

Die in dem Reservat in der paraguyanischen Region Chaco lebenden Ayoreo-Totobiegosode sind außerhalb des Amazonasgebietes das einzige unkontaktierte Volk Südamerikas.

Das Reservat wird trotz UNESCOs Bemühungen die Ayoreo-Totobiegosode zu schützen zerstört. Die UNESCO hat sich „die Wiederherstellung, Legalisierung und die Rückgabe des Landes an das indigene Volk […]“ zum Ziel gesetzt, um „das Heimatland der lokalen indigenen Gemeinschaften und ihre kulturelle Identität zu schützen.“

Das Reservat wurde auch gegründet, um Vorzeige-Spezies wie den Jaguar zu schützen. Ironischerweise trägt die Firma, die das Gebiet planiert, den spanischen Namen des Tieres: Yaguarete.

Obwohl die Regierung Yaguarete Poras S.A. die Genehmigung in dem Gebiet arbeiten zu dürfen entzogen hat, belegen Satellitenbilder, dass bereits tausende Hektar Land zerstört worden sind.

Das Biosphärenreservat Chaco wurde 2005 geschaffen. Das Hauptziel der unter dem UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ kreierten Modellregion ist es „innovative Methoden vorzustellen und zu testen sowie Bewahrung und nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen.“

Survival Internationals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Das Land der Totobiegosode wird zerstört während wir miteinander sprechen. Da ihr Land Teil des UNESCO Biospährenreservates ist, hoffen wir, dass die UNESCO mithelfen kann die Zerstörung zu stoppen und die Anerkennung der Landrechte des indigenen Volkes voranzutreiben.“