Letzter Überlebender eines unkontaktierten indigenen Volkes attackiert 9 Dezember 2009

"Haus und Garten des „Man of the Hole“, wo er Maniok-Wurzel und anderes Gemüse anbaut. © J. Pessoa"
"Haus und Garten des „Man of the Hole“, wo er Maniok-Wurzel und anderes Gemüse anbaut. © J. Pessoa"
© J.Pessoa

Der letzte Überlebende eines bislang unbekannten und unkontaktierten indigenen Volkes der Amazonasregion wurde angeschossen.

Der Vorfall ereignete sich letzten Monat in Tanarú, einem indigenen Gebiet des Amazonasstaates Rondônia in Brasilien, aber dies gelangte erst jetzt an die Öffentlichkeit.

Es ist nicht bekannt, ob der Indigene direkt in der Schusslinie stand, oder ob die Schüsse ihn lediglich vertreiben sollten. Lokale Viehzüchter wehren sich gegen Bemühungen der Regierung, das Land des Mannes zu schützen und werden als Täter vermutet.

Beamte des FUNAI entdeckten, dass ihr Wachposten geplündert wurde und fanden leere Patronen in dem nahegelegenen Wald.

Die Polizei untersuchte den Fall, aber bislang wurde niemand wegen unerlaubtem Betreten verhaftet.

Altair Algayer, ein Beamter des FUNAI, sagte: „Dies ist eine ernste Angelegenheit. Das Leben des Indigenen wird durch die Interessen der Viehzüchter gefährdet.”

FUNAI glaubt, dass der „Man of the Hole“ (der Mann aus dem Loch) den Angriff überlebt hat.

Diese Bezeichnung bezieht sich auf die tiefen Löcher, die er gräbt, um Tiere zu fangen und sich darin zu verstecken. Man glaubt, er sei der einzige Überlebende einer indigenen Gruppe, die in den 1970ern und 80ern von den Rangern massakriert wurde.

Die einzigen bekannten Aufnahmen des „Man of the Hole“ erscheinen kurz in dem Dokumentarfilm „Corumbiara“” des Filmemachers Vincent Carelli über den Völkermord an den Akuntsu und anderen indigenen Gruppen in dem Gebiet.

Stephen Corry, der Direktor von Survival, sagte heute: „Sein Stamm wurde massakriert und nun steht dem „Man of the Hole“ dasselbe Schicksal bevor. Die Viehzüchter müssen diesem Mann einen ruhigen Lebensabend auf seinem Land zugestehen und die Behörden müssen alles dransetzen, um ihn zu beschützen.“

Fiona Watson, die Forschungsdirektorin von Survival, hat die Region besucht und steht für Interviews (auf Englisch) zur Verfügung.

 

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