Richter weist Gerichtsverfahren der Buschmänner gegen die botsuanische Regierung ab 18 April 2002

Eine entscheidende Klage für die Zukunft der Buschmänner in Botswana ist heute aufgrund einer Formsache abgewiesen worden.

Mehr als zweihundert Buschmänner gingen gegen die Regierung von Botswana wegen der Zwangsvertreibungen von ihrem angestammten Land im Zentral Kalahari Wildschutzgebiet vor Gericht.
 Die Buschmänner wollten, dass die Handlungen der Regierung als verfassungswidrig eingestuft werden, damit sie in ihre Heimat zurückkehren können. Doch der Richter beugte sich dem Verlangen der Regierung, die Klage aufgrund einer Formsache abzuweisen, und die Buschmänner müssen in den trostlosen Umsiedlungslagern bleiben, in die man sie abgeschoben hatte.

Botswana hat bis heute eine fünfzehnjährige Kampagne geführt, um die Buschmänner von ihrem Land zu vertreiben. Die Regierung behauptet, dies würde der "Entwicklung" der Betroffenen dienen; eine andere Version sieht die reichen Diamantvorkommen als wahren Grund. Am Anfang des Jahres schnitt die Regierung den Buschmännern die Wasserversorgung ab, zerstörte ihre Häuser und zwang sie in Umsiedlungslager, welche von den Buschmännern als ‘Orte des Todes' bezeichnet werden.

Survival International hat eine weltweite Kampagne gestartet, um die botsuanische Regierung dazu zu bewegen, ihre Politik umzukehren. Es werden wöchentlich Nachtwachen vor der botsuanischen Botschaft abgehalten, sowie weltweit Berichte veröffentlicht.

Stephen Corry, Generaldirektor von Survival, sagte heute: "Dies ist einer der wichtigsten Fälle in der Geschichte von Botswana. Das ausgerechnet dieser aufgrund von Formalitäten  abgewiesen wurde, macht den Begriff Gerechtigkeit lächerlich. Die Regierung will die Buschmänner nicht entwickeln, sie will sie ausrotten."


NB: Die Namen Gana und Gwi enthalten Laute, welche sich nicht mit gängiger Buchstabierung beschreiben lassen, aber alternativ als G//ana und G/wi geschrieben werden können. Survival hat sich darauf geeinigt die Symbole '//' und '/' nicht zu benutzen, da dies oft zu Unklarheiten führt.

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